(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Freiwillige Feuerwehr Zell am Harmersbach, Stadt Zell am Harmersbach, BreisgauLIVE vor Ort
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Der Waldbrand in Zell am Harmersbach hat einen gewaltigen Einsatz ausgelöst: Auf dem Höhepunkt waren am Dienstag rund 400 Einsatzkräfte beteiligt. Auch am Freitag ist der Einsatz noch nicht beendet. Rund 120 Kräfte waren zuletzt mit den Arbeiten beschäftigt. Wegen Steinschlag und umstürzender Bäume bleiben Teile vom Wald sowie die L94 weiterhin gesperrt.
Neue Zahlen, die BreisgauLIVE bei einem Vor-Ort-Termin von der Feuerwehr erhalten hat, zeigen erstmals detailliert das Ausmaß vom Großeinsatz.
Die erste Alarmierung erfolgte am Dienstag um 16.10 Uhr. Die Bedingungen für die Einsatzkräfte waren schwierig: starke Hanglage, schwer zugängliches Gelände sowie die Gefahr durch Stein- und Baumschlag erschwerten die Brandbekämpfung. Zwei Feuerwehrleute hatten laut der Einsatzübersicht Kreislaufprobleme.
Gleichzeitig waren die Einsatzkräfte in der Region stark gefordert. Neben dem Waldbrand in Zell liefen unter anderem Einsätze bei Waldbränden in Steinach und Gengenbach sowie bei Fahrzeugbränden in Hofstetten und Zell am Harmersbach.
Rund 400 Kräfte am ersten Einsatztag
Besonders groß war der Personalbedarf am Dienstag. Insgesamt waren laut Feuerwehr rund 400 Einsatzkräfte beteiligt.
Allein die Feuerwehr stellte etwa 250 Kräfte. Hinzu kamen 55 Kräfte von Rettungsdienstorganisationen, 18 vom Technischen Hilfswerk, zwölf von der Bergwacht und 20 Landwirte mit Pumpfässern. Außerdem waren unter anderem Polizei, E-Werk sowie Kreisbrandmeister und Stellvertreter beteiligt.
Unterstützung kam dabei weit über Zell am Harmersbach hinaus. Feuerwehren aus zahlreichen Orten im Ortenaukreis sowie aus den Landkreisen Emmendingen und Rottweil waren beteiligt. In der Übersicht werden unter anderem Offenburg, Lahr, Kehl, Achern, Emmendingen, Teningen, Schiltach, Oberndorf, Villingen und Schramberg genannt.
Einsatzstärke geht zurück
Am Mittwoch waren noch rund 220 Kräfte im Einsatz. Davon kamen 150 von der Feuerwehr, 20 von Rettungsdienstorganisationen, zwölf von der Bergwacht, zehn vom Technischen Hilfswerk und 18 von @fire. Auch 20 Landwirte mit Pumpfässern unterstützten die Arbeiten.
Für den aktuellen Einsatz nennt die Übersicht noch rund 120 Kräfte. Darunter sind 70 Feuerwehrleute, 13 Kräfte von der Bergwacht, elf von Rettungsdienstorganisationen, acht von @fire, vier vom Technischen Hilfswerk und zwei Landwirte mit Pumpfässern.
Neben zahlreichen Feuerwehren waren oder sind unter anderem Bergwacht, Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Malteser und @fire beteiligt.
Gefährliche Arbeiten im steilen Gelände
Bilder von der Brandstelle zeigen, wie sich das Feuer am Dienstag über den bewaldeten Hang ausgebreitet hatte. In der Dunkelheit waren zahlreiche einzelne Brandstellen am Hang zu erkennen.
Für die Koordination wurden auch Luft- und Wärmebilder von der Drohnenstaffel Renchtal eingesetzt. Damit konnten die Einsatzkräfte Brandstellen und die Entwicklung vom Feuer aus der Luft beobachten.
Wald bleibt gesperrt
Trotz der inzwischen deutlich geringeren Zahl von Einsatzkräften besteht weiterhin Gefahr im betroffenen Gebiet. Die Stadt warnt insbesondere vor Stein- und Baumschlag in Teilen vom Badwald, Sommerberg und Hammergarten.
Die Einsatzstellen und betroffenen Waldgebiete sollen deshalb weiterhin unbedingt gemieden werden. Auch Teile vom Panorama-Kneippweg sind von der Sperrung betroffen.
Die L94 zwischen Biberach und Zell am Harmersbach bleibt im betroffenen Bereich ebenfalls für den Verkehr gesperrt.
Bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag blieb das Feuerwehrhaus im Steinenfeld durchgehend besetzt. Für Beobachtungen im Zusammenhang mit dem Großbrand hatte die Einsatzleitung die Telefonnummer 07835 16 16 eingerichtet.
Ministerpräsident besuchte Einsatzkräfte
Am Donnerstag hatte sich auch Ministerpräsident Cem Özdemir vor Ort über die Lage informiert. Dafür unterbrach er seine Sommertour und kam gemeinsam mit Landwirtschaftsministerin Marion Gentges zum Feuerwehrhaus im Steinenfeld.
Feuerwehrkommandant Alexander Zwick und Kreisbrandmeister Bernhard Frei erläuterten dort die Entwicklung vom Waldbrand und die bisherigen Maßnahmen. Özdemir dankte den Einsatzkräften für ihren Einsatz in den vergangenen Tagen.
BreisgauLIVE war bei dem Termin ebenfalls vor Ort und sprach mit dem Ministerpräsidenten über die Waldbrandgefahr und die Folgen vom Klimawandel.
Die aktuellen Zahlen zeigen nun noch einmal, welche Dimension der Einsatz seit Dienstag angenommen hat: Hunderte Menschen aus zahlreichen Organisationen und mehreren Landkreisen waren an der Bekämpfung vom Waldbrand beteiligt.
Bild: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort







