(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: BreisgauLIVE vor Ort
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Ministerpräsident Cem Özdemir hat seine Sommertour unterbrochen und sich in Zell am Harmersbach ein Bild vom großen Waldbrand-Einsatz gemacht. Im Gespräch mit BreisgauLIVE machte er deutlich: Mit einem erhöhten Waldbrandrisiko werde man seiner Einschätzung nach auch künftig leben müssen.
Am Donnerstagnachmittag besuchte Özdemir das Feuerwehrhaus im Steinenfeld. Dort traf er unter anderem Bürgermeister Günter Pfundstein und Landrat Thorsten Erny. Begleitet wurde der Ministerpräsident von Landwirtschaftsministerin Marion Gentges.
Im Mittelpunkt stand der seit Dienstagnachmittag laufende Großeinsatz gegen die Waldbrände in der Region. Feuerwehrkommandant Alexander Zwick und Kreisbrandmeister Bernhard Frei informierten die Gäste über die Entwicklung und Bekämpfung von den Bränden.
Dabei bekam der Ministerpräsident auch einen Einblick in die Zusammenarbeit von den verschiedenen Organisationen. Neben den Feuerwehren sind unter anderem Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Bergwacht und @fire beteiligt. Auch Drohnenbilder von der Drohnenstaffel Renchtal werden für den Einsatz genutzt.
Özdemir zeigte sich beeindruckt vom hohen Personal- und Materialaufwand und dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit in den vergangenen Tagen.
Özdemir im BreisgauLIVE-Interview: „Das wird bleiben“
Im Interview mit BreisgauLIVE sprach der Ministerpräsident anschließend über die Konsequenzen aus solchen Waldbränden.
„Man muss realistischerweise sagen, das ist ein Phänomen, das wir vor einigen Jahren so nicht kannten. Das wird aber bleiben“, sagte Özdemir gegenüber BreisgauLIVE, das wir auf Instagram im Video zeigen.
Als Gründe nannte er veränderte klimatische Bedingungen und unvorsichtiges Verhalten von Menschen. Er verwies beispielsweise auf weggeworfene Zigarettenstummel oder Fehlverhalten im Wald.
Für ihn gehe es deshalb nicht nur darum, den Einsatzkräften zu danken. Aus solchen Ereignissen müsse auch für die Zukunft gelernt werden.
Özdemir appellierte an die Bevölkerung, sich gerade bei hohen Temperaturen konsequent an die Regeln im Wald zu halten.
Klimaanpassung und Wassermanagement
Im BreisgauLIVE-Interview sprach Özdemir außerdem über die Folgen von Trockenheit und Wassermangel. Diese würden beispielsweise auch die Landwirtschaft treffen.
Neben einer besseren Vorbereitung auf die Folgen vom Klimawandel seien aus seiner Sicht weitere Maßnahmen gegen dessen Ursachen notwendig. Gleichzeitig müssten Städte und Gemeinden widerstandsfähiger gegen die Folgen von Hitze und Trockenheit werden.
Dabei nannte der Ministerpräsident unter anderem Wassermanagement, Klimaanpassung, Verschattung sowie eine entsprechende Ausstattung zur Brandbekämpfung.
Der Besuch in Zell am Harmersbach fand vor dem Hintergrund von einem außergewöhnlich großen Einsatz statt. Seit Dienstag kämpfen zahlreiche Einsatzkräfte gegen Waldbrände in der Region.
Bild: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort







