(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Offener Brief, Initiative „Die Schule soll offen bleiben“, openPetition, Regierungspräsidium Freiburg, Badische Zeitung
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Nach dem angekündigten Aus für die Freie Waldorfschule Dachsberg formiert sich Widerstand aus Teilen der Elternschaft. In einem offenen Brief, der an BreisgauLIVE übermittelt wurde, schildert die Mutter Núria Olivella, warum sie die Schließung als großen Verlust für Kinder, Familien und die gesamte Schulgemeinschaft empfindet.

Olivella kritisiert, dass in der bisherigen öffentlichen Debatte vor allem Konflikte, Vorwürfe und unzufriedene Stimmen im Mittelpunkt gestanden hätten. Auch Familien mit positiven Erfahrungen müssten aus ihrer Sicht gehört werden.

Dabei bestreitet sie nicht, dass es an der Schule Probleme gegeben habe. Viele Eltern seien jedoch bereit gewesen, mehr Verantwortung zu übernehmen, Fehler aufzuarbeiten und an neuen Strukturen mitzuwirken. Für sie sei nur schwer nachvollziehbar, warum die Schule trotz dieser Veränderungsbereitschaft nicht weitergeführt werden soll.

Die Mutter betont besonders das pädagogische Konzept der Schule. Viele Familien hätten sich bewusst für ein Lernumfeld mit Kreativität, Musik, Natur, Bewegung und handwerklicher Arbeit entschieden. Einige seien nach ihren Angaben sogar wegen der Schule in die Region gezogen.

Gleichzeitig müssen sich die betroffenen Familien bereits praktisch auf eine Zukunft ohne die Schule vorbereiten. Laut Badischer Zeitung suchen 195 Schülerinnen und Schüler einen neuen Schulplatz. An mehreren Schulen in der Region gingen bereits Anfragen ein. Einige Kinder sollen unter anderem an Schulen in Laufenburg-Rhina und Herrischried aufgenommen werden.

Andere Einrichtungen wie die Freie Waldorfschule Schopfheim oder die Alemannenschule Wutöschingen meldeten dagegen kaum oder keine freien Kapazitäten. Besonders für Schülerinnen und Schüler aus der Mittel- und Oberstufe könnte der Wechsel schwierig werden.

Der offene Brief ist Teil einer inzwischen organisierten Unterstützerkampagne. Über einen gemeinsamen Internetauftritt werden Eltern und weitere Unterstützer unter anderem dazu aufgerufen, Leserbriefe an Medien zu schicken, eine Petition zu unterzeichnen, Spenden zu leisten und Beiträge in sozialen Netzwerken zu verbreiten. Auch ein rund zehnminütiger Film wurde von Eltern und Unterstützern produziert.

Die Petition für den Erhalt der Schule wurde Anfang Juli gestartet und hatte nach den übermittelten Angaben bereits mehr als 6.000 Unterschriften erreicht. Darin fordern die Initiatoren, die Schließung auszusetzen und weitere Möglichkeiten für einen Fortbestand zu prüfen.

Die rechtliche Zukunft von der Schule ist weiterhin umstritten. Laut den von der Initiative veröffentlichten Informationen läuft ein Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Freiburg. Das Gericht soll noch vor Beginn vom neuen Schuljahr darüber entscheiden, ob die Schule vorläufig weiterbetrieben werden darf.

Das Regierungspräsidium Freiburg begründet den Widerruf der Schulgenehmigung mit einer aus seiner Sicht grundlegenden Unzuverlässigkeit vom Trägerverein. Seit dem Frühjahr 2025 seien zahlreiche Beschwerden geprüft, Gespräche geführt und Fristen zur Beseitigung von Mängeln eingeräumt worden.

Nach Darstellung von der Schulaufsicht blieben jedoch wichtige Probleme bestehen. Genannt werden unter anderem Mängel bei Abschlussprüfungen, Verstöße gegen die Aufsichtspflicht, Defizite bei Hygiene, Brand- und Arbeitsschutz sowie eine hohe Fluktuation bei Lehrkräften und Schülern.

Später verwies die Behörde zusätzlich auf unvollständigen Unterricht in einzelnen Fächern, fehlende Qualifikationen, Unregelmäßigkeiten bei Abschlusszeugnissen und aus ihrer Sicht irreführende Informationen durch die Schule.

Regierungspräsident Carsten Gabbert erklärte, das Vertrauen fehle, dass der Träger die Schule künftig ordnungsgemäß führen könne. Die Schließung sei deshalb aus Sicht der Behörde zum Schutz der Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte notwendig.

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