(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Waldkirch (Sitzungsvorlage 2026/119)
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Radfahrer sollen den Marktplatz in Waldkirch weiterhin überqueren dürfen. Statt einem generellen Fahrradverbot empfiehlt die Stadtverwaltung, mit deutlicheren Hinweisen für mehr Rücksicht auf Fußgänger, Familien und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen zu sorgen.

Der Gemeinderat berät am Mittwoch, 29. Juli, öffentlich über einen Antrag von der CDU-Fraktion. Die Fraktion hatte die Stadt aufgefordert, Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit und gegenseitige Rücksichtnahme auf dem Marktplatz zu prüfen.

Hintergrund sind laut CDU wiederkehrende Beschwerden von Besuchern. Demnach nutzen Radfahrer teilweise die schmalen Bereiche mit kleineren Pflastersteinen, obwohl diese Flächen vor allem Menschen mit Rollstuhl, Rollator, Gehhilfen oder Kinderwagen das Vorankommen erleichtern sollen.

Die besser begehbaren Streifen führen zwischen der Gartenstraße und dem Marienbrunnen durch die Mitte vom Marktplatz. Zwischen dem Marienbrunnen und der Langen Straße verlaufen sie seitlich entlang der Gebäude.

Stadt lehnt generelles Fahrradverbot ab

Ein dauerhaftes Fahrradverbot zwischen der Gartenstraße und der Langen Straße empfiehlt die Verwaltung nicht. Der Marktplatz sei Teil von einer wichtigen Verbindung durch die Innenstadt und verbinde den Bahnhof mit weiteren Straßen und Stadtbereichen.

Bereits 1998 wurde der Bebauungsplan eigens geändert, damit Fahrräder den Marktplatz befahren dürfen. Diese Regelung bewertet die Stadt weiterhin als zeitgemäß und verkehrlich sinnvoll.

Während vom Wochenmarkt gelten allerdings bereits Einschränkungen. An den Markttagen dürfen Radfahrer den betroffenen Bereich nicht wie gewohnt befahren. Die vorhandenen Schilder seien grundsätzlich sichtbar und ausreichend. Kontrollen und eine konsequente Durchsetzung seien in der Praxis jedoch schwierig.

Banner soll für mehr Rücksicht werben

Statt neue Verbote einzuführen, will die Verwaltung stärker auf Information und Sensibilisierung setzen. Geprüft werden soll ein wiederkehrendes und zeitweise aufgehängtes Banner oberhalb vom Marktplatz.

Darauf könnten Hinweise zum Fahrradverbot während vom Marktbetrieb, zur gegenseitigen Rücksichtnahme und zum Freihalten der kleingepflasterten Wege stehen.

Bevor das Banner umgesetzt wird, muss die Stadt noch klären, an welcher Stelle es angebracht werden kann und ob die Lösung technisch, gestalterisch und rechtlich möglich ist. Die Kosten werden im niedrigen dreistelligen Bereich erwartet.

Die endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung.

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