(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Waldkirch (Sitzungsvorlage 2026/111)
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Während Waldkirch wegen der angespannten Finanzlage über deutliche Kürzungen bei Vereinen, sozialen Angeboten und der Stadtpflege berät, soll eine Großveranstaltung Unterstützung von der Stadt erhalten. Für das Historische Marktplatzfest 2027 stehen Leistungen und Zuschüsse im Gesamtwert von bis zu 66.000 Euro zur Entscheidung.
Der Gemeinderat entscheidet am Mittwoch, 29. Juli, darüber, ob die Stadt erneut als Mitveranstalter auftritt. Oberbürgermeister Michael Schmieder soll außerdem die Schirmherrschaft übernehmen.
Der Beschlussvorschlag sieht 50.000 Euro für städtische Leistungen und weitere 16.000 Euro für externe Kosten vor. Bei den 50.000 Euro handelt es sich nicht um eine direkte Auszahlung an den Verein. Darin enthalten sind Leistungen von städtischen Stellen und den Technischen Betrieben Waldkirch.
Dazu gehören unter anderem:
- die kostenlose Nutzung vom Veranstaltungsgelände
- die Bereitstellung von Hallen und der mobilen Bühne
- Straßensperrungen und verkehrsrechtliche Maßnahmen
- Brandsicherheitswache und Sicherheitspersonal
- Strom, Wasser, Müllentsorgung und Straßenreinigung
- Unterstützung durch Hausmeister und das Elztalmuseum
- ein städtischer Toilettenwagen und ein Empfang
Zusätzlich sollen bis zu 16.000 Euro für externe Leistungen bereitgestellt werden. Nach der aktuellen Kalkulation entfallen davon rund 8.000 Euro auf einen Sicherheitsdienst, 4.000 Euro auf Müllcontainer und Entsorgung, 1.800 Euro auf Reinigung, 1.700 Euro auf einen Empfang und 330 Euro auf einen weiteren Toilettenwagen.
Verein übernimmt mehr Kosten selbst
Der Fanfarenzug Schwarzenberger Herolde hat nach Angaben von der Verwaltung Maßnahmen angekündigt, um die Kosten für die Stadt zu reduzieren. Vereinsmitglieder sollen unter anderem beim Aufbau und Abbau von Bühne und Bauzäunen helfen.
Kosten für Musikrechte, Marketing und Werbung will der Verein selbst übernehmen. Dadurch fallen mehrere ursprünglich beantragte Ausgaben für die Stadt weg.
Festgelände soll verlegt werden
Das Historische Marktplatzfest soll 2027 schwerpunktmäßig rund um den Kirchplatz stattfinden. Das Elztalmuseum, die Schwarzenbergschule und die St.-Margarethenkirche sollen stärker in das Veranstaltungsgelände eingebunden werden.
Besucher sollen nach den bisherigen Überlegungen während vom Fest keinen zusätzlichen Eintritt für das Elztalmuseum zahlen müssen. Laut Sitzungsvorlage wurden Anwohner und die Kirchengemeinde bereits in die Planungen einbezogen. Von der Kirche gebe es keine Einwände.
Gesamtbudget von 155.000 Euro
Für das Historische Marktplatzfest wird derzeit mit Gesamtkosten von rund 155.000 Euro gerechnet. Dem stehen kalkulierte Einnahmen von 145.000 Euro gegenüber. Damit ergibt sich nach der bisherigen Planung eine Differenz von 10.000 Euro.
Schon bei der Ausgabe im Jahr 2024 hatte die Stadt umfangreiche Leistungen zugesagt. Von damals eingeplanten 50.000 Euro für städtische Arbeiten wurden am Ende 39.902,83 Euro abgerechnet. Für externe Kosten waren zunächst 29.900 Euro vorgesehen, tatsächlich ausgezahlt wurden 11.526,36 Euro.
Die Verwaltung rechnet damit, dass die städtischen Leistungen 2027 erneut einen ähnlichen Umfang erreichen könnten.
Die Stadt begründet die Unterstützung vom Marktplatzfest mit seiner kulturellen und touristischen Bedeutung. Das Fest gilt als größtes Mittelalterfest in Südbaden und soll die Innenstadt beleben sowie die Außenwirkung von Waldkirch stärken.
Ob die Stadt die Leistungen und Kosten tatsächlich übernimmt, entscheidet der Gemeinderat in öffentlicher Sitzung.






