(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Drogen- und Jugendberatungsstelle Lörrach
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Mehr Aufklärung, bessere Hilfsangebote und wirksamere Maßnahmen gegen Drogentote: Zum bundesweiten Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher am 21. Juli fordert die Drogen- und Jugendberatungsstelle Lörrach Veränderungen in der Drogenpolitik.
Nach Angaben von der Beratungsstelle sind seit 1990 bundesweit mehr als 39.000 Menschen an den Folgen des Konsums illegaler Drogen gestorben. Allein im vergangenen Jahr wurden 2.150 drogenbedingte Todesfälle registriert. Besonders besorgniserregend sei, dass zunehmend auch junge Menschen betroffen seien.
Als Ursachen nennt die Beratungsstelle unter anderem die wachsende Verbreitung von Crack und synthetischen Opioiden, unberechenbare Wirkstoffgehalte sowie Mischkonsum. Viele junge Konsumentinnen und Konsumenten wüssten nicht, welche Substanzen sie tatsächlich einnehmen und welche Risiken damit verbunden sind.
Die Beratungsstelle spricht sich deshalb für mehr Präventionsarbeit, Frühwarnsysteme und sogenannte Drug-Checking-Angebote aus. Dabei können Drogen anonym auf ihre Inhaltsstoffe untersucht werden, um Risiken besser einschätzen zu können und Überdosierungen zu vermeiden.
Zum Gedenktag bietet die Drogen- und Jugendberatungsstelle Lörrach ihren Klientinnen und Klienten sowie Besucherinnen und Besuchern vom Kontaktladen einen geschützten Raum zum Erinnern und Trauern. Mit einem Lebensbaum sollen verstorbene Freunde und Angehörige gewürdigt werden. Außerdem ist ein gemeinsames Essen geplant.
Gleichzeitig weist die Beratungsstelle darauf hin, dass die angespannte Haushaltslage im Landkreis Lörrach den Ausbau weiterer Hilfsangebote erschweren könnte. Vorrang habe deshalb zunächst der Erhalt der bestehenden Unterstützung.






