(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Paritätischer Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg
Ein nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol könnte nach Ansicht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Baden-Württemberg erneut ein wirksames Mittel gegen Gewalt und Alkoholmissbrauch sein. Zur bundesweiten Aktionswoche Alkohol fordert der Verband die Landesregierung auf, die frühere Regelung wieder einzuführen.
Bis 2017 galt in Baden-Württemberg ein Verbot für den Verkauf alkoholischer Getränke zwischen 22 Uhr und 5 Uhr in Tankstellen, Kiosken und Supermärkten. Laut dem Paritätischen habe sich diese Maßnahme als wirksam erwiesen, da die Zahl alkoholbedingter Körperverletzungen während dieser Zeit zurückgegangen sei.
Der Verband verweist zudem auf Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation. Diese sieht Einschränkungen bei der Verfügbarkeit von Alkohol, höhere Steuern sowie Werbebeschränkungen als besonders wirksame Instrumente der Alkoholprävention an.
Nach Angaben des Paritätischen zählt Deutschland international zu den Ländern mit vergleichsweise schwachen Regelungen im Bereich Alkoholprävention. Alkoholische Getränke seien nahezu rund um die Uhr verfügbar und im internationalen Vergleich günstig.
Der Verband betont, dass die Folgen von Alkoholmissbrauch nicht nur die Betroffenen selbst treffen. Auch Familien, Kinder, das Gesundheitswesen und die Gesellschaft insgesamt seien von den Auswirkungen betroffen.
Im Rahmen der Aktionswoche Alkohol beteiligen sich auch Mitgliedsorganisationen des Verbands in Baden-Württemberg mit Informations- und Präventionsangeboten, unter anderem in Singen sowie in Rastatt und Baden-Baden.





