(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Kandern (Beschlussvorlage Nr. GR 024/2026)
Der Ausbau der Grundschule Kandern geht in die nächste Phase: Die Stadt will jetzt die Planungsleistungen für den Umbau und den Anbau einer Mensa europaweit ausschreiben und vergeben.
Am Montag, 27. April 2026, berät der Gemeinderat über das Verfahren. Hintergrund ist der ab dem Schuljahr 2026/2027 stufenweise eingeführte Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung. In Kandern soll dafür an der Grundschule ein gesicherter Ganztagesbetrieb mit flexibler Nachmittagsbetreuung geschaffen werden. Weil am Standort Kandern ein großer Bewegungsraum fehlt, kommt dort laut Vorlage keine Ganztagsschule in Betracht. Stattdessen soll vor allem die Mensa ausgebaut werden.
Die Stadt verweist auf eine Elternbefragung aus dem Jahr 2023. Damals sprach sich knapp die Hälfte für eine Ganztagsschule aus, ein weiterer Teil für eine Halbtagsschule mit flexibler Nachmittagsbetreuung. Beide Schulen laufen zunächst weiter als Halbtagsschulen mit flexiblem Betreuungsangebot.
Die Vorplanung für Kandern liegt bereits seit März 2024 vor. Damit konnte die Stadt einen Förderantrag für den Ganztagesausbau stellen. Während Tannenkirch im Förderverfahren höher priorisiert wurde, erhielt Kandern später dennoch eine Förderzusage des Landes. Demnach stehen 1.566.420 Euro Förderung bereit. Zusätzlich wurde im Januar 2026 ein Zuschuss aus dem Ausgleichstock in Höhe von 500.000 Euro beantragt. Die Entscheidung dazu wird im Sommer erwartet.
Nun soll ein europaweites Vergabeverfahren für vier Fachbereiche starten: Gesucht werden ein Architekturbüro, Fachplaner für Heizung, Lüftung und Sanitär, ein Elektroplanungsbüro sowie ein Tragwerksbüro. Die Verwaltung schlägt vor, die Leistungen direkt bis zur Leistungsphase 4, also bis zum Bauantrag, zu vergeben. Die Entwurfsplanung mit Kostenberechnung soll Anfang 2027 erneut dem Gemeinderat vorgelegt werden.
Die Kostenschätzung aus dem Frühjahr 2024 liegt bei rund 2,279 Millionen Euro brutto. Im Haushalt 2026 sind für die Planungsphase 150.000 Euro eingestellt. Bei einer Förderung von zusammen gut 2,066 Millionen Euro würde der Eigenanteil der Stadt bei rund zehn Prozent liegen. Die Bauzeit ist von Ende 2027 bis Anfang 2029 vorgesehen, damit die Maßnahme fristgerecht abgeschlossen und abgerechnet werden kann.





