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(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Gemeinde Denzlingen (Ratsinformationssystem & Beschlussvorlagen)

Große Weichenstellungen für Bildungszentrum, Nahwärme und soziales Engagement prägen die nächste Sitzung im Gemeinderat in Denzlingen. Am Dienstag, 21. April 2026, tagt das Gremium ab 18.30 Uhr im Ratssaal im Alten Rathaus in Denzlingen.

Zu Beginn geht es um die Feststellung der ordnungsgemäßen Einladung, die Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlicher Sitzung und die Fragestunde für Zuhörer. Danach folgen drei inhaltlich starke Themenblöcke.

Ein Schwerpunkt ist die Fortführung der Anlauf-, Informations- und Vermittlungsstelle AIV, also Denzlinger für Denzlinger. Im zweiten Schritt nach dem Ausscheiden der bisherigen Stelleninhaberin Ende 2025 soll die Stelle mit neuer Konzeption neu starten. Nach Angaben der Verwaltung soll sich die AIV künftig wieder stärker auf ihre Kernaufgaben konzentrieren: Information zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten, Vermittlung ehrenamtlicher Hilfe, Unterstützung bei Anträgen und einfachen Übersetzungen, ergänzende Hilfen bei Versorgungslücken sowie die Förderung sozialer Kontakte gegen Vereinsamung. Vorgesehen ist ein Stundenumfang von insgesamt zehn Wochenstunden. Die Stelle soll mit zwei Personen besetzt werden, damit Öffnungszeiten und Vertretung im Rathaus verlässlich abgedeckt sind. Im Haushalt 2026 sind dafür 8.000 Euro eingeplant. Die Wiederaufnahme des regulären Dienstbetriebs ist nach den Pfingstferien vorgesehen.

Besonders umfangreich ist die Vorlage zum Bildungszentrum. Dort steht die Frage im Raum, wie mit dem Altbestand der Ruth-Cohn-Schule umgegangen werden soll. Laut Verwaltung spricht aus Förder-, Kosten- und Planungssicht fast alles gegen einen dauerhaften Teilerhalt. Hintergrund ist eine Förderzusage aus dem Jahr 2019, nach der die finanzielle Förderung des Schulneubaus voraussetzt, dass das bisherige Schulgebäude nach Fertigstellung des Neubaus abgebrochen und keiner anderen Nutzung zugeführt wird. Zwar hatte das Regierungspräsidium 2024 ausnahmsweise Teile des Altbestands für die Ganztagsbetreuung zugelassen, andere Nutzungen etwa für Vereine oder VHS kommen nach den vorliegenden Unterlagen aber nicht in Frage. Für einen dauerhaften Erhalt müsste die Gemeinde Gebäudeteile vom Gemeindeverwaltungsverband übernehmen, zusätzlich wären Investitionen nötig und ein möglicher Wertausgleich bei der Förderung bleibt unklar.

Die Verwaltung empfiehlt deshalb, auf einen dauerhaften Teilerhalt zu verzichten und den vollständigen Rückbau weiterzuverfolgen. Gleichzeitig sollen einzelne Flächen bis mindestens 2030 als Reserve für einen möglichen zusätzlichen Bedarf bei der Ganztagsbetreuung vorgehalten werden. Falls diese Reserve gebraucht wird, sollen die Flächen vom Verband angemietet werden, notwendige bauliche Maßnahmen müsste die Gemeinde tragen. Der eigentliche Rückbau soll in mehreren Schritten bis 2030 erfolgen. Für den ersten Abschnitt sind im Haushalt des Gemeindeverwaltungsverbands 2026 bereits 750.000 Euro eingeplant. Auch die Mensa wird neu bewertet: Ihr Erhalt als Solitär wäre technisch möglich, nach Darstellung der Verwaltung aber aufwendig und organisatorisch ungünstig. Deshalb soll langfristig eher eine neue Mensalösung geprüft werden, möglicherweise im Zusammenhang mit der geplanten Sanierung der Sporthalle an der Stuttgarter Straße.

Der dritte große Punkt betrifft die Nahwärmeversorgung im Baugebiet Käppelematten im ersten Bauabschnitt. Hier soll für Grundstücke mit Mehrfamilienhausbebauung ein Anschluss- und Benutzungszwang an das neue Nahwärmenetz beschlossen werden. Die Verwaltung begründet das mit der nötigen Planungssicherheit für eine wirtschaftliche Kostenstruktur. Jedes Grundstück erhält eine Anschlussmöglichkeit an der Grundstücksgrenze. Der Baukostenzuschuss liegt laut Vorlage je nach Leistung bei etwa 9.000 Euro für kleinere Anschlüsse und bei Mehrfamilienhäusern teils bei bis zu rund 31.000 Euro. Der Zuschuss wird nach dem Anschluss fällig. Die Rathausverwaltung schlägt vor, den Zwang auf Mehrfamilienhäuser zu beschränken.

Zum Abschluss steht noch Verschiedenes mit Fragestunde auf der Tagesordnung. Insgesamt geht es im Denzlingen Gemeinderat damit um soziale Unterstützung im Ort, die Zukunft des Schulcampus und die Energieversorgung eines neuen Wohngebiets.

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