(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Elzach (Ratsinformationssystem & Beschlussvorlage)
Parken, Gewerbeflächen und Investitionen in die Infrastruktur stehen im Mittelpunkt der nächsten Sitzung im Gemeinderat in Elzach. Am Dienstag, 21. April 2026, beginnt der öffentliche Teil um 20 Uhr im Bürgerzentrum Krone-Ladhof in Elzach.
Zum Auftakt informiert die Stadt über Beschlüsse aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung vom 24. März 2026 und weitere Bekanntgaben. Danach folgt mit dem Abschlussbericht zum Park.Raum.Dialog eines der wichtigsten Themen des Abends. Laut Verwaltung hat Elzach 2025 an dem landesweiten Verfahren zur strategischen Parkraumpolitik teilgenommen. Nach Onlinebefragung, Reflexions- und Aktionstreffen mit Vertretern aus Wirtschaft, Verbänden, Verwaltung, Behörden und Bürgerschaft werden jetzt konkrete Empfehlungen zum Parkraummanagement vorgestellt. Die Stadt hat sich daran anknüpfend bereits erfolgreich für den Park.Raum.Check beworben.
Zentrales Ziel ist es, den ruhenden Verkehr besser zu ordnen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den öffentlichen Raum gerechter zu nutzen. Im Fokus steht dabei die Einführung eines umfassenden Parkraumbewirtschaftungskonzepts, das das Parken in der Innenstadt gezielt steuern und verstärkt auf zentrale Parkplätze verlagern soll. Das würde auch die Einführung von Parkgebühren, auch für Anwohner, in bestimmten Bereichen bedeuten. Ergänzend werden ein intelligentes Parkleitsystem, bessere Fußwegeverbindungen sowie Maßnahmen zur Förderung von Radverkehr, Park-&-Ride und Carsharing vorgeschlagen, um Alternativen zum Auto attraktiver zu machen.
Ein wichtiger Bestandteil des Berichts sind konkrete Empfehlungen zur Einführung und Weiterentwicklung von Parkgebühren sowie zum Anwohnerparken. So wird unter anderem vorgeschlagen, Kurzzeitparkgebühren in der Innenstadt einzuführen und auch das Dauerparken – etwa durch Bewohnerparkausweise – stärker zu regulieren, um den Parkdruck zu reduzieren und das Verhalten der Verkehrsteilnehmer zu steuern. Zusätzlich wird ein Masterplan für die Parkraumkontrolle empfohlen, um die Einhaltung der Regeln konsequent durchzusetzen. Insgesamt soll Elzach durch diese Maßnahmen schrittweise zu einer strukturierten, klimafreundlicheren und effizienteren Parkraumpolitik gelangen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die 1. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans „Gewerbegebiet Biederbachwiesen I“. Hintergrund ist die geplante Erweiterung einer bereits dort ansässigen Zimmerei am südlichen Ortseingang von Elzach. Nach Angaben der Verwaltung sind große Teile der Fläche wegen des Waldabstands bisher nur eingeschränkt nutzbar. Weil es in Elzach zugleich an verfügbaren Gewerbeflächen mangelt, soll der Bebauungsplan nun angepasst und in einem kleinen Teil erweitert werden. Die Stadt will damit bestehende Betriebe halten, neue Arbeitsplätze ermöglichen und vorhandene Arbeitsplätze sichern. Die Kosten des Verfahrens trägt laut Vorlage der Vorhabenträger über einen städtebaulichen Vertrag.
Danach folgt ein Rückblick auf den städtischen Winterdienst. Der Leiter der Technischen Dienste soll einen Abschlussbericht über die Wintersaison 2026/2027 und die geleisteten Einsätze vorstellen. Ein Beschluss ist dazu nicht vorgesehen.
Im Bereich Bausachen stehen drei Punkte an. Zunächst wird der Teilabbruch eines bestehenden Wohn- und Werkstattgebäudes am Bolzberg bekanntgegeben. Danach entscheidet der Gemeinderat über das gemeindliche Einvernehmen für eine Edelstahl-Außentreppe in der Dorfstraße 50 in Elzach-Yach. Außerdem geht es um den Bau einer Maschinenhalle mit Werkstatt in Elzach-Katzenmoos.
Politisch brisant werden dürfte die Anfrage der Gemeinde Winden zur Kostenbeteiligung für Schulcontainer. Hintergrund ist, dass Winden wegen steigender Grundschülerzahlen ab dem Schuljahr 2026/2027 zusätzliche Räume als Interimslösung braucht. Die Verwaltung in Elzach verweist aber auf die bestehende öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Werkrealschule und darauf, dass jede Gemeinde ihre Räumlichkeiten und Ausstattung grundsätzlich selbst finanzieren muss. Zwischen 2012 und 2025 hat Elzach nach eigenen Angaben bereits durchschnittlich rund 114.000 Euro pro Jahr an Sachkostenbeiträgen für den Werkrealschulstandort Oberwinden weitergeleitet, insgesamt etwa 1,6 Millionen Euro. Eine weitere Beteiligung an den Containerkosten sieht die Verwaltung deshalb nicht und schlägt vor, Winden entsprechend zu informieren.
Ebenfalls um viel Geld geht es bei der Kläranlage Elzach. Die ursprünglich geplante vierte Reinigungsstufe zur Phosphor- und Spurenstoffentnahme war mit 8,2 Millionen Euro laut Vorlage zu teuer. Jetzt soll das Projekt auf eine Filteranlage zur Phosphorelimination reduziert werden. Ziel ist, die vom Landratsamt geforderte Wasserqualität am Auslauf wieder zu erreichen. Die aktuelle Kostenschätzung für die Anlage liegt bei rund 3,29 Millionen Euro, das daraus resultierende Ingenieurhonorar bei rund 390.500 Euro. Für die Leistungsphasen 1 bis 4 sind knapp 97.300 Euro vorgesehen.
Zum Ende der Sitzung folgen Fragen der Bürgerinnen und Bürger sowie Bekanntgaben und Anregungen aus dem Gemeinderat.





