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(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: BreisgauLIVE vor Ort

Es ist eines der Highlights im aktuellen OB-Wahlkampf hier in Freiburg. Heute Abend um 19:30 Uhr startet im Konzerthaus die Vorstellung der Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl, die am 26. April stattfindet. Einlass ist um 19:00 Uhr. Die Bürger können zwischen neun Kandidaten wählen. Acht von ihnen werden sich heute vorstellen. Der Bewerber Wim Kölker hat abgesagt, da er nach eigenen Angaben kein Wahlprogramm für die OB-Wahl hat – seine Kandidatur zählt als Satire.

Vorstellen werden sich demnach folgende Kandidaten: Martin Horn, Monika Stein, Achim Wiehle, Florian Braune, Dejan Mihajlović, Karl Schwarz, Martin Borgmann und Claudio Probst. Jeder von ihnen bekommt neun Minuten Redezeit. Anschließend werden zufällig ausgeloste Fragen aus dem Publikum an die Kandidaten gestellt. Die Veranstaltung wird von der Stadt Freiburg auf ihrer Homepage live gestreamt.

Wir begleiten heute Abend die Veranstaltung hier in einem Liveticker. Ebenso begleiten wir die Veranstaltung auf unserem Instagram– und Facebook-Account. Bitte aktualisieren Sie die Seite eigenständig, um über die neuesten Vorkommnisse informiert zu sein.


20:30 Uhr: Martin Borgmann von DIE PARTEI: Mit der Kandidatenvorstellung kommt er aus seiner Komfort-Zone raus. Und er analysiert. Es gäbe seit 2018 die gleichen Probleme. Die Veranstaltung habe sich angefühlt, als ständig von der Snooze-Funktion aufgewacht zu werden, weil man alle neun Minuten das gleiche hört. Er glaubt, es gebe ein Problem im System. Mehr Bauen, Nachverdichten, Ausbau der Radwege, Kitagebühren – das wurde alles schon präsentiert. Und jetzt gibts politischen Junkfood. Er setzt sich für frischen Wind ein. Der Rheingraben soll vertieft werden, damit das Meer nach Freiburg kommt, „Freiburg wird zu Fjordburg“ – und ebenso mit „Martinshaven“ einen neuen Marinestandort bekommen.

20:23 Uhr: Claudio Probst begrüßt den Saal mit „Wertes Stimmvieh“. Die Liste an Problemen sei lang, aber die APPD könne diese lösen. Er beschreibt sich als Assozialer aus dem Reich des Pöbels. Er fordert eine Stadt ohne Leistungszwang, wo das Nachtleben floriert und Bier durch die Bächle fließt. Zudem könne er – er ist arbeitssuchend – das OB-Gehalt gut gebrauchen, um sein Bürgergeld aufzustocken. Satirisch hebt er einen „Leerstandskataster“ hervor – hier könne man Wohnraum herbekommen, ohne dass sich jemand „den Rücken krumm baggern müsste.“ Das Freiburger Münster solle man sprengen, um dort ein Kolosseum zu bauen. Es sollen professionelle Drogen- und Kifferparks eingerichtet werden. Es sollte nur noch schwarz gefahren werden – zum Beispiel im neuen und rund um die Uhr betriebenen U-Bahn-Netz. Arbeiten ist das Übel der Menschheit. Er fordert die volle Arbeitslosigkeit bei vollem Lohnausgleich. Er will sich für die Balkanisierung einsetzen, mit drei Zonen: Asoziale Parasiten-Zone für Arbeitsverweigerer – die sicheren Beschäftigungszonen für die Arbeitstreuen – und die Gewalterlebnisparks, wo sich Hooligans die Köpfe einschlagen können.

20:16 Uhr: Die Vorstellung von Dejan Mihajlović: Er sagt, die Politik habe sich lange in Systemen bewegt, die heute nicht mehr funktionieren. Er möchte eine Perspektive für den Modellwandel vorstellen. Das macht er an Beispielen konkret. In Helsinki gibts am Bahnhof einen freien Gesellschaftsraum und projiziert das auf das Konzerthaus, in das man kostenlos reinkommen könnte. So etwas brauche es für die Stadt. Und es brauche mehr Digitalisierung. „Wir haben keine gemeinsamen Räume digital.“ Das brauche man in Zunkunft. Thema Integrität: Er hatte ein Gespräch mit einem Studenten über Gerechtigkeit. Und ihm sagt er: Er will Integrität vorleben und das tun, was der Stadt dient. Alles was er bisher getan hat, folge einer Logik: „Dient das einer gerechten Stadtgesellschaft? Wenn ja, dann tue ich es.“ Er beendet die Rede mit 2:30 Minuten Restzeit.

20:06 Uhr: Jetzt kommt Bewerberin Monika Stein: Sie ist im Wahlkampf mit vielen Menschen ins Gespräch gekommen: „Freiburger lieben ihre Stadt.“ Aber es gibt auch Sorgen. Sie möchte die erste Oberbürgermeisterin Freiburgs werden. Sie ist der festen Überzeugung: „Freiburg kann mehr.“ Bezahlbaren Wohnraum: Sie möchte, dass die Stadt in dieser Frage noch konsequenter vorgeht. Sie möchte die 50% Quote für sozialen Wohnraum in jedem neuen Quartier umsetzen. Sie möchte mit einem Dezernat für bezahlbares Wohnen das Thema auch zur Cheffinnen-Sache machen. „In Zukunft brauchen wir klare Kriterien wie wir ökologisch und sozial neuen Wohnraum schaffen können.“ Sie steht für Bildungsgerechtigkeit: Sie findet, das die Talenter aller Kinder und Jugendlichen gefördert werden sollen. Sie will sich bei den Kitagebühren am Modell Tübingen orientieren. Zudem geht es um gerechte Bildung: Sie will den Sanierungsstau in Schulen angehen. Es soll kein Kind auf dem Bildungsweg in Freiburg verloren gehen. „Das wird mehr Geld kosten als bisher – das muss es uns aber Wert sein.“ Thema Klimaschutz: Mit ihr wird Freiburg grüner. Infrastruktur soll moderner und grüner werden – mit besser ausgebauten Radwegen und ÖPNV. Auch fürs Auto soll es Lösungen geben. „Mehr Grün durch Entsiegelungen.“ Und an den Hitze-Hotspots muss gearbeitet werden. Sie erwähnt, dass ihre Kandidatur von einer breiten Anzahl an Initiativen, vor allen grünen Listen, unterstützt wird. „Ich stehe heute hier nicht nur mit neuen Ideen für die Stadt, sondern mit einer klaren Perspektive für die konkrete Umsetzung.“ Sie ist die erste Kandidatin, welche die vollen neun Minuten braucht, aber auch auf die Sekunde fertig wird.

19:58 Uhr: Die Bewerbungsrede von Achim Wiehle: Er will den konsequenten Geist des „Machens“ ins Rathaus bringen. Er stellt seine Zukunftsvision vor. In Freiburg sollen sich Forscher aus der ganzen Welt treffen, bei einem Glas Wein von Tuniberg. Alle sollen sich sicher fühlen, überall herrscht Ordnung und Sauberkeit. Die Green City soll nicht nur Show sein, sondern aktiv gelebt werden. Er sagt zur aktuellen Situation: „Freiburg ist träge geworden“. Die Schulden seien größer geworden und das werden die Kinder von heute spüren. Thema Bauen: „Freiburg muss endlich den Bauturbo zünden. – Bauen nach Bedarf, aber immer im Einklang mit der Natur.“ Thema Unternehmen: Die brauchen einen attraktiven Standort mit einer passenden Gewerbesteuer. „Wie wäre es mit einem Science Center in der Stadthalle?“ Wirtschaft und Technik soll für alle erlebbar werden. „Freiburgs Herz schlägt in den Vereinen, im Ehrenamt.“ Er stellt sich als sehr nah bei Menschen aller Gesellschaftsschichten dar. Unterstützung des Ehrenamts wird mit ihm im Rathaus zur Chefsache. „Schaffen wir endlich Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit in der Stadt.“ Zudem müsse man raus aus dem Ranking der kriminellsten Städte in Freiburg. „Der Flugplatz in Freiburg ist (…) unverzichtbar.“ Er plädiert für einen ÖPNV-Bonus, dass wenn man in der Innenstadt einkauft, das Ticket für den Nahverkehr günstiger wird, zum Beispiel über einen QR-Code in den Geschäften, der mit den Nahverkehrsapps funktioniert. „Hören, verstehen und machen – Entscheidungen konsequent umsetzen.“ Man brauche eine effiziente Verwaltung, auch mit KI. „Ich bin bereit.“

19:49 Uhr: Martin Horn ist der zweite Kandidat, der sich vorstellt. Sein Motto vor acht Jahren: „Gemeinsam Freiburg gestalten.“ Das soll auch jetzt sein Motto sein. Es wurde viel erreicht, wie bei der Wohnbauoffensive, aber auch in Wirtschaft und Wissenschaft, sowie der Neubau von Schulen und Integrationsprojekte. Er nennt den Neubau der Staudinger-Schule und sagt: „Das Geld ist echt gut angelegt, wenn es in die Kinder geht, wenn Jugendliche faire Bildungschancen haben.“ Das Westbad hat wieder ein Außenbecken. „Wer hätte vor acht Jahren gedacht, dass wir das Außenbecken wieder eröffnen.“ Er stehe für eine Stadtentwicklung, die für alle mitdenkt. Thema Mieten: Freiburg sei viel zu teuer und es gehe im nahe, wenn Leute keine Wohnung finden. Bezahlbares Wohnen habe er zur Chefsache gemacht. Bei der Freiburger Stadtbau seien aktuell 1000 Wohnungen gleichzeitig in Bau. Es wurde das erste Azubi-Wohnheim auf den Weg gebracht. „Es muss weiter gehen mit tausend Wohnungen für Studierende und auch Auszubildende.“ Thema Verkehr: Es wurden massive Investitionen in Radverkehr gesteckt, dass dieser sicherer wird. Er will den Weg für mehr Rad- und Fußwege fortsetzen. Er verweist auch auf die neue Schulstraße in Freiburg-Tiengen. Thema Wirtschaft: Ihm ist es wichtig, Ansprechpartner zu sein für große Unternehmen, aber auch für Familienbetriebe, auch für Start-Ups. Es bleibt noch viel zu tun. Er will die Stadt jeden Tag ein bisschen besser machen. Es ist ihm ein Herzensanliegen, Freiburg in Zukunft weiter voranzubringen. Und er verweist darauf, dass er mit dem Gemeinderat zusammen auch viel erreicht hat. Zudem sei in Freiburg kein Platz für Hass und Hetze. „Lassen Sie uns Freiburg weiterhin gemeinsam gestalten.“

19:40 Uhr: Florian Braune beginnt mit seiner Vorstellung. Er ist der erste Kandidat, der sich vorstellt. „Die erste Aufgabe ist für mich: Leitung der Verwaltung.“ Wenn man Anträge stellt, erwarte man, dass sie schnell bearbeitet werden, damit schnell gehandelt werden kann, wie beim Bauen. Die Wartezeiten bei Anträgen soll verkürzt werden. „Als zweite Aufgabe sehe ich mich als Vertreter der Stadt.“ Er möchte Anwalt für die Stadt sein und die Interessen der Bürger vertreten. Seine Politik sei Werte-basiert, die Menschen stünden im Mittelpunkt und Bürger, sowie Jugend müssen beteiligt werden. Thema Sicherheit: Jeder sollte sich sicher fühlen, wenn man durch die Stadt läuft. Er will für jeden Stadtteil ein Sicherheitskonzept erstellen. Thema Wohnen: „Wir müssen darauf setzen, dass gebaut wird.“ Er will Wohnraum schaffen: „Unten Parken, oben wohnen – zack, Problem gelöst“. Thema Verkehr: Er möchte, dass jeder Freiburger entscheiden kann, mit welchem Verkehrsmittel sie voran kommen. Er habe das Gefühl, das Auto werde zunehmend diskriminiert. Anschließend fokussiert er, das alles nur gehe, wenn man mit dem Gemeinderat arbeitet. Er will sich von den Ideen der Stadträte inspirieren lassen. Er beendet seine Rede mit einer Restzeit von 1:20 Minuten.


19:30 Uhr Bürgermeister Martin Haag begrüßt die Besucher und die OB-Kandidaten auf dem Podium.

19:20 Uhr Ein Foto mit den OB-Kandidaten und Moderator Bürgermeister Martin Haag.

19:15 Uhr: Das Konzerthaus füllt sich.

19:00 Uhr: Es ist Einlass. Die Besucher strömen ins Konzerthaus.

18:40 Uhr: Vor dem Konzerthaus wächst die Schlange.

18:20 Uhr: Die ersten Menschen warten schon vor dem Konzerthaus Freiburg. Wahlkampfhelfer sind vor Ort und kommen schon mit einigen Gästen ins Gespräch.


Berichte & Bilder: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort

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