(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA)
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Ein erfreulicher Fund für den Naturschutz: In Baden-Württemberg sind mehrere neue Vorkommen der seltenen Orchidee Frauenschuh entdeckt worden. Die Pflanze zählt zu den größten heimischen Orchideenarten und gilt in Baden-Württemberg als stark gefährdet.

Die neuen Standorte wurden von einem Team der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) während der Blütezeit erfasst. Dabei konnten mehrere neue Waldbiotope mit Beständen der streng geschützten Orchidee dokumentiert werden.

Der Frauenschuh wächst nur unter ganz bestimmten Bedingungen. Er bevorzugt lichte Wälder mit kalkhaltigen Böden und blüht erst nach sechs bis zehn Jahren. Für die Bestäubung ist die Pflanze auf Sandbienen angewiesen und reagiert empfindlich auf Veränderungen wie zunehmende Beschattung oder Trockenheit.

Neben den Folgen vom Klimawandel gefährden laut der FVA auch Menschen die seltene Orchidee. Immer wieder würden Pflanzen ausgegraben oder gepflückt, obwohl der Frauenschuh sowohl nach Bundesrecht als auch nach europäischem Naturschutzrecht streng geschützt ist.

Um die Bestände langfristig zu erhalten, empfehlen die Fachleute unter anderem lichte Waldbestände, den Erhalt von Nadelbäumen wie Kiefern und Fichten, offene Bodenstellen für Sandbienen sowie einen besonders vorsichtigen Umgang bei der Holzernte.

Die neuen Funde sind nach Einschätzung der FVA ein wichtiger Erfolg für den Artenschutz. Möglich wurden sie auch durch die Zusammenarbeit mit Forstbehörden, dem Arbeitskreis Heimische Orchideen Baden-Württemberg sowie zahlreichen Naturschutzinitiativen.

Bild: FVA BW, Schoor

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