20 Schülerinnen und Schüler aus neun Ländern haben in Offenburg einen zusätzlichen Deutschkurs besucht. Ein Großteil von ihnen erreichte dabei das Sprachniveau A2. Möglich wurde das Angebot durch eine Förderung von 6.000 Euro der Bürgerstiftung St. Andreas.
Die Jugendlichen im Alter von 13 bis 21 Jahren besuchten unterschiedliche Schulen in der Ortenau. Zusätzlich zum regulären Unterricht lernten sie samstags und während der Ferien am Institut für deutsche Sprache (ids) in Offenburg.
150 Unterrichtsstunden neben der Schule
Der Kurs lief von Anfang Februar bis Anfang Juli 2026 und umfasste 150 Unterrichtsstunden. Gelernt wurde jeweils von 9 bis 13 Uhr.
Die Teilnehmenden kamen aus Afghanistan, Guinea, Israel, der Elfenbeinküste, Rumänien, Somalia, Syrien, der Türkei und der Ukraine.
Nach Angaben von Kurskoordinatorin Anna Uhl berichteten die Jugendlichen schon nach wenigen Wochen, dass sie dem Schulunterricht besser folgen und sich leichter ausdrücken konnten.
In der kleineren Lerngruppe hätten sie außerdem weniger Hemmungen gehabt, Deutsch zu sprechen und Fragen zu stellen.
Förderung schließt eine Lücke
Uhl hatte den Bedarf bei der Einstufung von Jugendlichen für weiterführende Sprachkurse erkannt.
Während die Kurse für die höheren Sprachniveaus B1 und B2 damals vom Land unterstützt wurden, mussten die Teilnehmenden die Anfängerkurse A1 und A2 selbst finanzieren. Ohne entsprechende Vorkenntnisse ist der Einstieg in weiterführende Kurse jedoch nicht möglich.
Die Bürgerstiftung St. Andreas übernahm deshalb 6.000 Euro für den zusätzlichen A2-Kurs.
Vier der Jugendlichen haben inzwischen auch einen B1-Kurs besucht.
Auch Erwachsene erhalten Unterstützung
Mittlerweile ist laut Stadt Offenburg auch die Förderung für B1-Kurse weggefallen. Deshalb unterstützen die Bürgerstiftung St. Andreas und der Zonta Club Offenburg-Ortenau einen weiteren Sprachkurs mit jeweils 3.000 Euro.
Daran nahmen elf Erwachsene zwischen 23 und 50 Jahren teil. Sie absolvierten innerhalb eines Monats 100 Unterrichtsstunden und gingen teilweise nach dem morgendlichen Unterricht noch ihrer Arbeit nach.
Bild: ids

