Das alte Schulhaus in Lahr-Reichenbach soll eine neue Aufgabe bekommen: Für voraussichtlich 5,6 Millionen Euro will die Stadt das historische Gebäude zu einer Kindertagesstätte umbauen. Geplant sind fünf Gruppen für Kinder unterschiedlichen Alters. Die Eröffnung wird zum Kita-Jahr 2027/28 angestrebt.
Über den Stand des Projekts informierte sich Landesministerin Marion Gentges bei einem Besuch in Lahr. Dabei besichtigte sie auch das neue Innovations- und Gründerzentrum InnoLaB33, das Anfang 2027 eröffnen soll.
Fünf Kita-Gruppen im alten Schulhaus
Die Grundschule ist zu Beginn des neuen Schuljahres bereits in das neue Schulgebäude umgezogen. Dadurch kann das bisherige Schulhaus künftig von der katholischen Kita St. Josef genutzt werden.
Die Kita soll nach dem Umbau aus ihrem bisherigen, sanierungsbedürftigen Gebäude in das alte Schulhaus wechseln.
Vorgesehen sind zwei Krippengruppen im Erdgeschoss sowie drei Gruppen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren im ersten Obergeschoss.
Das Gebäude soll barrierefrei zugänglich werden. Außerdem werden die gesamte Haustechnik und die sanitären Anlagen erneuert.
Die historische Fassade bleibt bis auf neue Fenster erhalten.
Neue Spielflächen für die Kinder
Auch die Außenanlagen werden für die Kita umgestaltet.
Für die Krippenkinder entstehen ebenerdige Spielflächen. Die älteren Kinder erhalten einen terrassierten Außenbereich und können zusätzlich einen öffentlichen Spielplatz hinter dem neuen Schulgebäude nutzen.
Derzeit läuft das Bauantragsverfahren.
Die Gesamtkosten werden auf rund 5,6 Millionen Euro geschätzt. Eine Förderung von 750.000 Euro aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum ist in Aussicht gestellt, aber noch nicht endgültig bewilligt.
Nach den aktuellen Berechnungen der Stadt wäre mit dem Projekt der rechnerische Bedarf an Kita-Plätzen im gesamten Lahrer Stadtgebiet gedeckt.
Gründerzentrum InnoLaB33 soll Anfang 2027 öffnen
Ein weiteres großes Bauprojekt in Lahr nähert sich der Fertigstellung.
Das Innovations- und Gründerzentrum InnoLaB33 soll nach Abschluss der laufenden Sanierung Anfang 2027 seine Türen öffnen.
Geplant sind 13 Einheiten mit Flächen zwischen 20 und 140 Quadratmetern, acht Co-Working-Arbeitsplätze, eine Werkstatt, zwei Besprechungsräume und ein offener Bereich für Veranstaltungen und gemeinsames Arbeiten.
Das Zentrum soll vor allem junge Unternehmen, Forschung und die regionale Wirtschaft zusammenbringen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Industrie und Produktion.
Nach Angaben der Stadt liegen bereits mehrere Mietanfragen sowie Interessensbekundungen für Kooperationen vor.
Mehr als 1,2 Millionen Euro Förderung
Die Sanierung des InnoLaB33 wird vom Land Baden-Württemberg und der Europäischen Union mit mehr als 1,2 Millionen Euro gefördert.
Zusätzlich unterstützt die Sparkasse Offenburg/Ortenau den laufenden Betrieb mit 500.000 Euro.
Die Bauarbeiten liegen laut Stadt im Zeitplan. Ein Großteil der Elektro- und Sanitärleitungen ist bereits verlegt, neue Innenwände werden eingebaut und die Außenanlagen umgestaltet.
Anfang November sollen außerdem die Arbeiten an Photovoltaik, Batteriespeicher und Ladesäulen beginnen.
Mit beiden Projekten will die Stadt bestehende Gebäude neu nutzen, statt zusätzliche Flächen zu bebauen.
Bild: Büro Marion Gentges

