DEUTSCHLAND

Inflation in Deutschland steigt im September auf 3,3 Prozent

Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im September 2026 nach Angaben der LBBW um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Im August hatte die Inflation noch bei 2,9 Prozent gelegen. Damit hat sich der Preisanstieg laut Landesbank Baden-Württemberg zum dritten Mal in Folge beschleunigt und den höchsten Stand seit Dezember 2023 erreicht.

Auch nach der EU-weit harmonisierten Berechnung stieg die Inflationsrate von 2,9 auf 3,3 Prozent. Die Kerninflation, bei der bestimmte besonders schwankungsanfällige Preise herausgerechnet werden, blieb laut Bank dagegen unverändert bei 2,4 Prozent.

LBBW verweist auf höhere Preise an Tankstellen

Als wichtigen Faktor für die wieder stärkere Teuerung nennt LBBW Research erneute Preisschübe an den Tankstellen. Die zwischenzeitliche Entspannung bei der Inflation im Frühsommer sei damit wieder beendet.

LBBW-Analyst Elmar Völker verweist zudem darauf, dass die Inflationsraten im September auch in anderen großen Ländern der Eurozone deutlich gestiegen seien.

Welche Folgen hat das für die Zinsen?

Die LBBW erwartet vor diesem Hintergrund eine weitere Straffung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank im vierten Quartal. Das ist allerdings eine Einschätzung der Bank und keine bereits getroffene Entscheidung der EZB.

Nach Einschätzung von Völker muss ein weiterer Zinsschritt auch nicht zwingend bei der nächsten Sitzung Ende Oktober erfolgen. Als Gründe nennt er Signale für ein maßvolles Vorgehen bei weiteren Zinserhöhungen sowie die weiterhin stabile Kerninflationsrate.

Diese lasse nach Einschätzung der LBBW bislang keine breit angelegten Zweitrundeneffekte erkennen.

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