Auch wenn die Tigermücken-Saison in Weil am Rhein zu Ende geht, sollten Bürger jetzt aktiv werden. Die Stadt ruft dazu auf, mögliche Brutstätten der Asiatischen Tigermücke noch im Herbst gründlich zu reinigen. Denn während die erwachsenen Mücken bei sinkenden Temperaturen sterben, können ihre Eier den Winter überstehen und im kommenden Frühjahr schlüpfen.
Nach Angaben der Stadt können die sogenannten Überwinterungseier sogar mehrere Winter überdauern. Wer sie jetzt beseitigt, kann dazu beitragen, die Zahl der Tigermücken im nächsten Jahr zu reduzieren.
Eier haften an den Innenwänden von Gefäßen
Die Asiatische Tigermücke legt ihre Eier an den Innenrändern von Behältern ab, in denen sich zumindest zeitweise Wasser befindet. Dort haften sie besonders fest.
„Wer die möglichen Brutstätten jetzt gründlich reinigt, kann die Anzahl der Eier und somit die Ausgangspopulation für das nächste Jahr stark reduzieren“, erklärt Laura Seewald, die bei der Stadt Weil am Rhein für die Tigermückenbekämpfung zuständig ist.
Die Stadt empfiehlt deshalb, Blumentöpfe, Untersetzer, Gießkannen und andere wasserführende Gefäße gründlich zu säubern.
So lassen sich die Eier entfernen
Nach Angaben der Stadt sollten Bürger folgende Maßnahmen ergreifen:
- Gefäße mit einer Bürste kräftig abschrubben.
- Innenränder und Bürste mit mindestens 60 bis 70 Grad heißem Wasser abspülen.
- Das Reinigungswasser mitsamt Abrieb auf Erde oder einer Wiese versickern lassen, nicht in die Kanalisation schütten.
- Nicht benötigte Behälter leeren und trocken im Keller oder Schuppen lagern.
- Dachrinnen, Abläufe und Siphons von Laub und Schmutz befreien.
Eine Behandlung mit Bti-Tabletten ist laut Stadt von etwa Mitte Oktober bis Mitte April nicht sinnvoll, weil sich in dieser Zeit keine Tigermückenlarven entwickeln.
Auch auf Friedhöfen auf Wasser achten
Besonders aufmerksam sollten Besucher von Friedhöfen sein. Grabvasen, Pflanzgefäße, Untersetzer und Gießkannen können ebenfalls zu Brutstätten werden.
Die Stadt empfiehlt, Blumenvasen möglichst mit feuchtem Sand oder Steckmasse statt mit Wasser zu befüllen.
Wasser aus Grabvasen sollte regelmäßig auf Grünflächen ausgeleert werden. Anschließend sollten die Gefäße gereinigt werden.
Untersetzer sollten möglichst vermieden oder nach Regenfällen geleert werden. Gießkannen sollten so abgestellt oder aufgehängt werden, dass sich darin kein Regenwasser sammeln kann.
Tigermücken können Krankheitserreger übertragen
Die Asiatische Tigermücke ist nicht nur wegen ihrer Stiche lästig. Sie kann unter bestimmten Bedingungen auch Krankheitserreger übertragen.
Deshalb betrachtet die Stadt ihre Bekämpfung als wichtigen Bestandteil des vorbeugenden Gesundheitsschutzes.
Wer Fragen zur Tigermückenprävention hat oder Informationsmaterial benötigt, kann sich an die zuständige Stelle im Rathaus wenden. Telefon: 07621 704-317; E-Mail: [email protected]

