Zwei ausgemusterte Busse der Freiburger Verkehrs AG (VAG) sind am Freitagmorgen, 30. Oktober 2026, in Richtung Ukraine gestartet. Die Fahrzeuge werden in Freiburgs Partnerstadt Lviv dringend benötigt und sollen dort weiter eingesetzt werden.
Einer der Busse ist für den regulären Straßenverkehr vorgesehen. Der zweite soll Angehörige gefallener Soldaten von der Kirche, in der die Trauerfeier stattfindet, zum Friedhof bringen.
Die Busse verließen den VAG-Betriebshof um 8.30 Uhr. Vier Busfahrer aus Lviv waren bereits am Vortag nach Freiburg gekommen, um die Fahrzeuge zu übernehmen und in die Ukraine zu bringen.
Lviv benötigt zusätzliche Busse
Nach Angaben der Stadt Freiburg fehlen in Lviv Fahrzeuge, weil die ukrainische Stadt einen Teil ihrer Busse an das umkämpfte Gebiet um Odessa abgegeben hat.
Oberbürgermeister Martin Horn dankte der VAG und allen Beteiligten für ihre Unterstützung.
„Diese Aktion zeigt, was möglich ist, wenn viele engagierte Menschen und Institutionen unkompliziert zusammenarbeiten“, erklärte Horn.
Sechs Therapieliegen für Rehazentrum an Bord
Die beiden Busse transportieren außerdem sechs Therapieliegen für das Rehabilitationszentrum Unbroken in Lviv.
Die Liegen stammen aus der Mooswaldklinik. Die Freiburger Berufsfeuerwehr brachte sie zum VAG-Betriebshof, wo sie für den Transport verladen wurden.
Nach Angaben der Stadt entsteht durch die Unterstützung auch eine Zusammenarbeit zwischen den beiden Rehabilitationseinrichtungen.
Busse waren über 20 Jahre in Freiburg unterwegs
Die gespendeten Fahrzeuge gehörten mehr als zwei Jahrzehnte zum Freiburger Nahverkehr. Beide haben jeweils rund eine Million Kilometer zurückgelegt.
Wegen ihres Alters und durch Korrosion verursachter Schäden wurden sie bei der VAG ausgemustert.
In Lviv sollen sie nun weiter genutzt werden.
Die Stadt verweist außerdem auf eine frühere Busspende an die ukrainische Hauptstadt Kyjiw. Laut Pressemitteilung wurden dabei zehn Fahrzeuge übergeben.
Bild: Patrick Seeger, Stadt Freiburg

