Zöllner haben bei Weil am Rhein mutmaßlich geschmuggelte Waren im Wert von rund 60.000 Euro beschlagnahmt. Ein Schweizer Geschäftsführer soll versucht haben, Produkte vom eigenen Unternehmen unangemeldet in die EU zu bringen. Gegen ihn läuft nun ein Steuerstrafverfahren.
Der Zoll kontrollierte den Mann Ende August an einer Kontrollstelle an der Auffahrt zur A5 bei Weil am Rhein. Auf die Frage nach anzumeldenden Waren erklärte er zunächst, nichts dabeizuhaben. Nach seinen Angaben sei er aus Binzen gekommen und auf dem Weg nach Freiburg gewesen.
Bei der Kontrolle vom Kofferraum fanden die Beamten jedoch mehrere Bestandteile von Rohrleitungssystemen mit dem Aufdruck eines Schweizer Herstellers. Der Mann erklärte zunächst, die Ware in Binzen eingeladen zu haben.
Ein im Fahrzeug gefundener Lieferschein deutete laut Zoll allerdings darauf hin, dass die Produkte von einem Schweizer Unternehmen an einen Betrieb in den Niederlanden verkauft worden waren. Geschäftsführer vom Schweizer Unternehmen war demnach der kontrollierte Fahrer selbst.
Mit den Erkenntnissen konfrontiert, räumte der Mann laut Zoll schließlich ein, aus der Schweiz über Frankreich nach Deutschland eingereist zu sein. Den Warenwert gab er mit ungefähr 60.000 Euro an.
Da die Waren bei der Einreise in die Europäische Union hätten angemeldet werden müssen, leitete der Zoll ein Steuerstrafverfahren ein. Weil die Beamten auch Zweifel an der Wertangabe hatten, wurden die Waren beschlagnahmt. Der Mann durfte anschließend weiterfahren. Über den Ausgang vom Verfahren ist noch nicht entschieden.
Bild: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort (Archivbild)







