(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universitätsklinikum Freiburg, ver.di Baden-Württemberg
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Am Universitätsklinikum Freiburg steht die nächste Eskalation im Tarifstreit bevor: Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten von Montag, 6. Juli, bis Mittwoch, 8. Juli, zu einem dreitägigen Warnstreik aufgerufen. Patientinnen und Patienten müssen sich auf Einschränkungen und längere Wartezeiten einstellen.
Das Universitätsklinikum und ver.di haben eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen. Dadurch bleiben die Notfallversorgung, Intensivstationen sowie dringende Operationen gesichert. Auch die Geburtshilfe, die Kinderheilkunde und die Versorgung von Krebspatientinnen und -patienten laufen weiter.
Geplante Operationen oder Ambulanztermine könnten jedoch verschoben werden. Betroffene werden nach Angaben der Klinik direkt informiert. Wer medizinische Hilfe benötigt und keinen akuten Notfall hat, sollte nach Möglichkeit auf andere Notaufnahmen ausweichen.
Der Warnstreik ist Teil der laufenden Tarifverhandlungen an den vier Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm. Vor der dritten und vorerst letzten Verhandlungsrunde am Mittwoch in Stuttgart erhöht ver.di damit den Druck auf die Arbeitgeber.
Die Gewerkschaft wirft dem Arbeitgeberverband vor, Reallohnverluste festschreiben zu wollen. Kritisiert werden unter anderem eine Laufzeit von 32 Monaten, eine mögliche Ausweitung der Wochenarbeitszeit auf bis zu 45 Stunden, geplante Änderungen bei der Jahressonderzahlung sowie die Kündigung des Rationalisierungsschutz-Tarifvertrags.
Die Arbeitgeber hatten zuletzt nach acht Monaten ohne tabellenwirksame Erhöhung eine Einmalzahlung von 400 Euro sowie gestaffelte Gehaltserhöhungen von insgesamt 4,75 Prozent bis Ende 2028 angeboten.
ver.di fordert dagegen 7,5 Prozent mehr Lohn, mindestens jedoch 320 Euro pro Monat, für Auszubildende und Praktikanten 250 Euro mehr sowie weitere Verbesserungen bei Arbeitsbedingungen und Eingruppierungen.
In Freiburg sind mehrere Protestaktionen geplant. Am Montag findet um 13 Uhr eine Kundgebung vor dem HNO-Hörsaal in der Killianstraße statt. Am Dienstag startet um 11.30 Uhr dort eine Demonstration in die Freiburger Innenstadt. Die Abschlusskundgebung auf dem Augustinerplatz beginnt gegen 12.30 Uhr. Am Mittwoch reisen Delegationen aus allen vier Unikliniken zur Kundgebung vor dem Verhandlungslokal in Stuttgart.







