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(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universität Freiburg
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Mit einer bewegenden Zeremonie hat die Universität Freiburg sechs Ahnen der Maka aus Kamerun gewürdigt. Die Verstorbenen waren seit der deutschen Kolonialzeit Teil einer wissenschaftlichen Sammlung der Universität. Ihre geplante Rückführung nach Kamerun wurde jedoch kurzfristig verschoben.

In der Universitätskirche Freiburg kamen am Donnerstag Vertreter der Maka aus Kamerun, Wissenschaftler der Universität Bertoua und die Universitätsleitung zu einem ökumenischen Gottesdienst zusammen. Ergänzt wurde die Feier durch traditionelle Elemente der Maka. Im Mittelpunkt stand die Aussegnung der sechs Ahnen.

Die ursprünglich geplante formelle Rückführung nach Kamerun findet zunächst nicht statt. Laut Universität wurde sie auf Wunsch der kamerunischen Regierung verschoben. Die Universität respektiere diese Entscheidung und wolle den Restitutionsprozess gemeinsam mit den Partnern weiterführen.

Nach bisherigen Forschungen stammen die sechs Verstorbenen aus den Gesellschaften der Maka im Osten Kameruns. Sie gelangten während der deutschen Kolonialherrschaft nach Freiburg. Wie genau ihre sterblichen Überreste in die damalige anatomisch-anthropologische Sammlung kamen, wird weiterhin wissenschaftlich untersucht.

Die Universität Freiburg arbeitet seit 2025 gemeinsam mit dem baden-württembergischen Wissenschaftsministerium an der Aufarbeitung ihrer kolonialen Sammlungen. Ziel ist es, die Herkunft der menschlichen Überreste zu klären und ihre Rückgabe an die Herkunftsgesellschaften zu ermöglichen.

Rektorin Prof. Dr. Kerstin Krieglstein bezeichnete die Aussegnung als wichtigen Schritt bei der Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit der Universität. Auch Wissenschaftsministerin Petra Olschowski betonte, dass menschliche Überreste in ihre Heimat und zu ihren Familien zurückkehren sollen.

Die traditionellen Autoritäten der Maka sehen die Zeremonie zugleich als Zeichen für einen Neuanfang in der Zusammenarbeit zwischen Kamerun und Deutschland sowie für eine gemeinsame Aufarbeitung der Kolonialgeschichte.

Bild: Michael Spiegelhalter, Universität Freiburg

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