(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universitätsklinikum Freiburg
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Eine Studie vom Universitätsklinikum Freiburg liefert Hinweise darauf, dass sich krankhafte Veränderungen der Lunge bei Menschen mit langjähriger Tabakrauchbelastung möglicherweise früher erkennen lassen als mit der klassischen Lungenfunktionsprüfung. Zudem zeigte eine inhalative Dreifachtherapie bei einem Teil der untersuchten Personen erste positive Effekte. Ob eine Behandlung schon vor einer klassischen COPD-Diagnose generell sinnvoll ist, müssen größere Studien klären.

COPD ist eine chronische Lungenerkrankung, bei der die Atemwege dauerhaft verengt sind. Zu möglichen Beschwerden gehören Husten, Auswurf und Atemnot. Als wichtigsten Risikofaktor nennt das Universitätsklinikum langjähriges Rauchen.

An der sogenannten CHRONOS-Studie der Klinik für Pneumologie nahmen 73 Menschen teil, die über längere Zeit Tabakrauch ausgesetzt waren und entsprechende Beschwerden hatten. Hinzu kamen 74 gesunde Vergleichspersonen.

Veränderungen in kleinen Atemwegen entdeckt

Bei den Teilnehmern mit Tabakrauchbelastung und Beschwerden konnten die Freiburger Forscher mit einer empfindlichen Atemmessung Funktionsstörungen in den kleinen Atemwegen tief in der Lunge feststellen. Diese Veränderungen können nach Angaben vom Universitätsklinikum bei einer üblichen Lungenfunktionsprüfung noch unentdeckt bleiben.

Anschließend untersuchte das Forschungsteam, ob bereits in dieser frühen Phase eine inhalative Dreifachtherapie wirken kann. Sie kombiniert einen entzündungshemmenden Wirkstoff mit zwei Wirkstoffen zur Erweiterung der Atemwege. Nach zwölf Wochen verbesserten sich bei den behandelten Studienteilnehmern sowohl Messwerte der Lungenfunktion als auch Beschwerden.

Weitere Studien notwendig

Die Ergebnisse bedeuten allerdings nicht, dass Menschen mit entsprechenden Beschwerden und einer unauffälligen klassischen Lungenfunktionsprüfung grundsätzlich behandelt werden sollten.

„Sie zeigen aber noch nicht, dass alle Patient*innen mit Beschwerden und unauffälliger klassischer Lungenfunktionsprüfung von einer Behandlung profitieren“, erklärt Studienleiterin Prof. Dr. Daiana Stolz, Ärztliche Direktorin der Klinik für Pneumologie am Universitätsklinikum Freiburg.

Größere Studien müssen nach Angaben der Forscher nun zeigen, für welche Patienten eine Therapie bereits vor einer klassischen COPD-Diagnose sinnvoll sein könnte. Die Ergebnisse der CHRONOS-Studie wurden Ende Juni im „American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine“ veröffentlicht.

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