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Teningen: Rund 250 Beschäftigte beteiligen sich an Warnstreik

Rund 250 Beschäftigte aus mehreren Industriebetrieben haben am Dienstag, 3. November 2026, in Teningen-Köndringen gestreikt. Mit einem Demonstrationszug und einer Kundgebung vor dem Unternehmen Amcor forderten sie fünf Prozent mehr Geld, sichere Arbeitsplätze und eine soziale Komponente im Tarifabschluss.

Zu dem Warnstreik hatte die IG Metall aufgerufen. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich unter anderem Beschäftigte der Unternehmen Amcor, Frako, Delta, Ferromatik und TKE.

Gewerkschaft kritisiert Angebot der Arbeitgeber

Hintergrund ist ein Arbeitgeberangebot vom 27. Oktober. Demnach sollen die Tabellenentgelte nach 20 Monaten um 1,3 Prozent steigen. Zusätzlich ist für 2027 eine Einmalzahlung vorgesehen.

Die IG Metall hält dieses Angebot für unzureichend. Norbert Göbelsmann, Geschäftsführer der IG Metall Freiburg, kritisierte insbesondere die lange Wartezeit bis zur vorgesehenen Entgelterhöhung. Aus Sicht der Gewerkschaft würde das Angebot den Kaufkraftverlust der Beschäftigten nicht ausreichend ausgleichen.

Beschäftigte fordern Sicherheit für ihre Arbeitsplätze

Neben höheren Löhnen spielt die Beschäftigungssicherung eine zentrale Rolle.

„Wir machen Beschäftigungssicherung zur Tariffrage. Wir brauchen verbindliche Perspektiven für die Beschäftigten“, erklärte Andreas Böhler, Betriebsratsvorsitzender von TKE.

Auch Thomas Ernst, Betriebsratsvorsitzender bei Frako in Teningen, bezeichnete das Arbeitgeberangebot als völlig inakzeptabel.

Bei der Kundgebung ging es außerdem um soziale Themen wie bezahlbaren Wohnraum, Gesundheitsversorgung und stabile Renten.

Solidaritätsbekundungen kamen nach Angaben der IG Metall vom Bündnis „Es reicht“ aus Freiburg und von der Verdi-Betriebsgruppe des Universitätsklinikums Freiburg.

Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft den Druck in den laufenden Tarifauseinandersetzungen erhöhen.

Bild: IG Metall Freiburg

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