(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Universitätsklinikum Freiburg
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Schon vier Wochen vegane Ernährung können messbare Veränderungen bei Entzündungs- und Alterungssignalen im Körper auslösen. Darauf deuten Ergebnisse von einer Ernährungsstudie vom Universitätsklinikum Freiburg und der University of California San Diego hin.
Für die Studie wurden 48 gesunde Erwachsene untersucht. Nach einer Woche mit einheitlicher Ernährung wurden sie zufällig auf zwei Gruppen verteilt: 24 Personen ernährten sich vier Wochen vegan, die anderen 24 besonders fleischreich. Die aufgenommene Energiemenge sollte dabei möglichst gleich bleiben.
Vor und nach der Ernährungsumstellung nahmen die Forschenden Blutproben. Anschließend untersuchten sie rund 800.000 Stellen der DNA auf sogenannte Methylierungen. Das sind chemische Markierungen, die beeinflussen können, wie aktiv bestimmte Gene sind.
Veränderungen nach vier Wochen
In der veganen Gruppe fanden die Forschenden nach vier Wochen Veränderungen in mehreren biologischen Signalwegen. Dazu gehörten Prozesse rund um Zellwachstum, Stoffwechsel und Zellreparatur.
Unter anderem war die Aktivität vom sogenannten mTOR-Signalweg reduziert. Eine übermäßige Aktivierung von diesem Signalweg kann unkontrolliertes Zellwachstum begünstigen. Gleichzeitig waren Signalwege stärker aktiviert, die mit Insulinwirkung, Zellreparatur, Stressreaktionen und gesundem Altern zusammenhängen.
Auch beim Immunsystem zeigten sich Unterschiede. In der veganen Gruppe wurden weniger neutrophile Granulozyten festgestellt. Diese weißen Blutkörperchen können Entzündungsreaktionen fördern. Gleichzeitig gab es mehr sogenannte CD4-positive T-Zellen, die bei der Steuerung von der Immunabwehr eine wichtige Rolle spielen.
Laut den Forschenden deutet das insgesamt auf eine weniger entzündungsfördernde Immunreaktion hin.
Weitere Studien notwendig
Die Ergebnisse bedeuten allerdings nicht, dass bereits abschließend geklärt ist, welche langfristigen gesundheitlichen Folgen die Veränderungen haben.
Laut Maximilian Storz vom Uni-Zentrum Naturheilkunde zeigen die Ergebnisse zunächst, dass eine Veränderung von der Ernährung bereits innerhalb weniger Wochen messbare Veränderungen auf epigenetischer Ebene auslösen kann.
Größere und länger laufende Studien sollen nun klären, ob die beobachteten Veränderungen dauerhaft bestehen und welche Bedeutung sie für mögliche Behandlungen haben.
Die Studie wurde am 3. August 2026 im Fachjournal „MedComm“ veröffentlicht.








