(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadtverwaltung Weil am Rhein
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Nach rund fünf Jahren Bauzeit ist die umfangreiche Sanierung vom Kant-Gymnasium in Weil am Rhein so gut wie abgeschlossen. Rund 8,2 Millionen Euro flossen unter anderem in Brandschutz, Toiletten, Fachräume, Elektrik, Heizung und Digitalisierung. Während der Sommerferien laufen nur noch Restarbeiten.

Seit Mitte 2021 wurde das Hauptgebäude in insgesamt sieben Bauabschnitten modernisiert – und das größtenteils während dem laufenden Schulbetrieb. Für zeitweise nicht nutzbare Schulräume standen Ausweichcontainer auf dem Schulhof. Diese wurden inzwischen wieder abgebaut.

Ursprünglich stand vor allem der Brandschutz im Mittelpunkt. Im Laufe der Planungen entschied sich die Stadt allerdings dazu, weitere notwendige Arbeiten direkt mit der Sanierung zu verbinden.

Neue Fluchtwege und moderner Brandschutz

Im Altbau wurden unter anderem die Rettungswege verbessert. Für die knapp 40 Unterrichtsräume entstanden zweite bauliche Rettungswege durch sogenannte Bypass-Türen. Außerdem wurden zusätzliche Notausgänge, Brandschutztüren, eine Brandmeldeanlage und eine Sicherheitsbeleuchtung eingebaut.

Auch das angrenzende Haus der Volksbildung war Teil der Brandschutzsanierung. Dort entstanden unter anderem ein zusätzlicher Notausgang und Rauch-Wärmeabzüge. Außerdem wurden eine Sicherheitsbeleuchtung sowie Teile von einer Brandmeldeanlage installiert.

Neue Fachräume und moderne Toiletten

Umgebaut und neu geordnet wurden auch die naturwissenschaftlichen Fachräume. Sie sind jetzt miteinander verbunden und verfügen über zusätzliche Räume für die Unterrichtsvorbereitung. Gas, Wasser, Abwasser und Elektrik werden nicht mehr vom Boden, sondern über die Decken zugeführt.

Dringenden Handlungsbedarf gab es laut Stadt auch bei den Toiletten im Altbau. Große Teile stammten noch aus der ursprünglichen Bauzeit vom Gymnasium in den 1960er-Jahren und waren seitdem nicht grundlegend saniert worden.

Hinzu kamen vermehrte Rohrbrüche. Teile der Toiletten konnten deshalb zeitweise nicht mehr genutzt werden. Mit dem letzten Bauabschnitt wurden die sanitären Anlagen nun modernisiert.

Kant-Gymnasium technisch aufgerüstet

Auch bei Elektrik und Energieversorgung hat sich einiges verändert. In Fluren und Klassenzimmern gibt es neue Beleuchtung mit Bewegungsmeldern und Helligkeitssensoren. Neue Jalousien dienen als Sonnenschutz.

Eine sogenannte KNX-Anlage steuert unter anderem Sonnenschutz und Heizung. Jeder Raum verfügt über einen eigenen Temperaturfühler. Sämtliche Heizkörper wurden ausgetauscht.

Das Kant-Gymnasium wurde außerdem an das Fernwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen. Die vorhandenen Wärmeerzeuger sollen künftig zur Einspeisung in das Netz genutzt werden.

Auch die digitale Ausstattung wurde erneuert und ausgebaut. Alle Unterrichtsräume verfügen laut Stadt inzwischen über moderne Präsentationstechnik. Grundlage für die Planung war der Medienentwicklungsplan der Schule.

Land beteiligt sich an den 8,2 Millionen Euro

Insgesamt kostet die Sanierung rund 8,2 Millionen Euro. Einen Teil davon übernimmt das Land Baden-Württemberg.

Aus der Schulbauförderung kommen 2,586 Millionen Euro. Weitere 80.000 Euro Förderung gibt es für die Sanierung der Heizung. Die Digitalisierung wurde über den Digitalpakt Schule mit 295.000 Euro unterstützt.

Damit geht eine jahrelange Bauphase am Kant-Gymnasium zu Ende. Nach Abbruch-, Säge-, Maler-, Trockenbau-, Boden- und Elektroarbeiten stehen aktuell nur noch Restarbeiten an.

Bild: Stadtverwaltung Weil am Rhein / Bähr

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