(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Regierungspräsidium Freiburg
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Ein schwerer Unfall im Schweizer Kernkraftwerk Beznau mit Freisetzung radioaktiver Stoffe: Dieses Szenario haben deutsche und schweizerische Behörden bei einer zweitägigen grenzüberschreitenden Notfallübung durchgespielt. In den Landkreisen Waldshut und Lörrach wurde dabei unter anderem die Warnung der Bevölkerung, die Ausgabe von Jodtabletten und mögliche Straßensperrungen geprobt.

Der genaue Zeitpunkt der Alarmierung und das Szenario waren den beteiligten Stellen vorher nicht bekannt. Am frühen Dienstagmorgen wurde der Übungsalarm ausgelöst. Die Verwaltungsstäbe vom Regierungspräsidium Freiburg sowie von den Landratsämtern Waldshut und Lörrach arbeiteten anschließend rund 14 Stunden lang das angenommene Szenario ab.

Dabei mussten Informationen bewertet, die Lage eingeschätzt und Maßnahmen zwischen den beteiligten Stellen abgestimmt werden. Neben Warnungen und der möglichen Ausgabe von Jodtabletten gehörten auch Schutzmaßnahmen für die Landwirtschaft und weitere Anordnungen zum Schutz der Bevölkerung zur Übung.

Beteiligt waren neben dem Regierungspräsidium und den Landratsämtern unter anderem das Polizeipräsidium Freiburg, das Radiologische Lagezentrum des Bundes, das Umweltministerium Baden-Württemberg, die Bundeswehr und das Technische Hilfswerk. Verbindungspersonen vom Deutschen Roten Kreuz und Malteser Hilfsdienst waren ebenfalls eingebunden. Auf Schweizer Seite nahmen das Kernkraftwerk Beznau und die zuständigen Behörden teil.

Am Donnerstag wurde die Übung durch eine Messübung der Strahlenspürtrupps ergänzt. Rund 50 ehrenamtliche Einsatzkräfte trainierten dabei in Singen die Erfassung und Bewertung möglicher radioaktiver Belastungen.

Das Regierungspräsidium zieht nach Abschluss der Übung eine positive Bilanz. Nach Angaben der Stabsleiter Christoph Glaisner und Laura Scholz sei insbesondere der schnelle Informationsaustausch zwischen deutschen und schweizerischen Behörden für einen tatsächlichen Notfall entscheidend.

Bild: Regierungspräsidium Freiburg

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