(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: ver.di Baden-Württemberg
Der Tarifkonflikt an den baden-württembergischen Unikliniken spitzt sich weiter zu. Nach dem ersten Warnstreik hat der Arbeitgeberverband der Universitätskliniken Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm den bestehenden Rationalisierungsschutztarifvertrag gekündigt.
Die Gewerkschaft ver.di spricht von einer massiven Eskalation in der laufenden Tarifrunde. Hintergrund sind die jeweils eintägigen Warnstreiks an den vier Standorten Anfang der Woche. Laut ver.di habe es in der ersten Verhandlungsrunde am Dienstag, 6. Mai 2026, kein Angebot der Arbeitgeber gegeben.
Der gekündigte Tarifvertrag stammt ursprünglich aus dem Jahr 1987 und wurde 2008 erneuert. Er regelt unter anderem Schutzmaßnahmen bei möglichem Personalabbau, darunter Kündigungsschutz für langjährige Beschäftigte, Unterstützung bei Umschulungen sowie Beteiligungsrechte der Personalräte.
ver.di kritisiert, die Kündigung sei ausdrücklich mit den Warnstreiks begründet worden. Außerdem hätten die Arbeitgeber angekündigt, weitere Streikmaßnahmen könnten sich negativ auf ein mögliches Tarifergebnis auswirken.
Die Gewerkschaft fordert für die rund 26.000 Beschäftigten an den vier Unikliniken 7,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 320 Euro zusätzlich pro Monat. Auszubildende und Praktikantinnen und Praktikanten sollen monatlich 250 Euro mehr erhalten. Außerdem fordert ver.di einen Zuschuss in Höhe des Deutschlandtickets für Auszubildende.
Die zweite Verhandlungsrunde ist für Mittwoch, 17. Juni 2026, angesetzt.





