Bahnreisende in Südbaden müssen am Donnerstag, 29. Oktober 2026, mit Zugausfällen rechnen. Die Gewerkschaft Verdi hat erneut Beschäftigte der SWEG Schienenwege GmbH zum Warnstreik aufgerufen. Besonders betroffen sein könnten Verbindungen rund um Endingen am Kaiserstuhl, Bad Krozingen, Achern und Biberach im Kinzigtal.
Die SWEG weist darauf hin, dass ausgefallene Zugfahrten nicht durch Ersatzbusse aufgefangen werden können. Der reguläre Busverkehr des Unternehmens ist von diesem Warnstreik nicht betroffen.
Diese Strecken können betroffen sein
Nach Angaben der SWEG sind auf folgenden Verbindungen in Südbaden Fahrtausfälle möglich:
- Bad Krozingen – Staufen – Münstertal
- Endingen am Kaiserstuhl – Breisach
- Endingen – Gottenheim (S11 der DB)
- Achern – Ottenhöfen
- Biberach – Zell am Harmersbach – Oberharmersbach
Auf der Verbindung Endingen – Gottenheim kann auch der Zugverkehr von DB Regio beeinträchtigt werden. Grund dafür ist, dass die SWEG Schienenwege GmbH die Infrastruktur betreibt.
Der Streikaufruf richtet sich insbesondere an die Zugleitstellen in Endingen und Gammertingen sowie an die Hauptverwaltung in Lahr. Wenn wichtige Stellen zur Steuerung des Bahnverkehrs nicht besetzt werden können, sind Zugfahrten auf den betroffenen Strecken möglicherweise nicht durchführbar.
Elztalbahn und weitere Strecken voraussichtlich nicht betroffen
Für die Verbindung Freiburg – Elzach rechnet die SWEG nach aktuellem Stand nicht mit streikbedingten Zugausfällen.
Auch auf den Strecken Offenburg – Straßburg, Offenburg – Bad Griesbach, Offenburg – Freudenstadt und Hausach – Hornberg erwartet das Unternehmen voraussichtlich keine Ausfälle durch den Warnstreik.
Die Angaben beziehen sich auf die angekündigten Streikfolgen. Andere betriebliche Störungen sind damit nicht ausgeschlossen.
Keine Ersatzbusse für ausgefallene Züge
Eine Ersatzbeförderung kann die SWEG nach eigenen Angaben nicht anbieten. Fahrgäste sollten deshalb ihre Verbindung vor der Abfahrt in der elektronischen Fahrplanauskunft überprüfen.
Wer auf eine der möglicherweise betroffenen Strecken angewiesen ist, sollte nach Möglichkeit mehr Zeit einplanen oder alternative Verbindungen prüfen. Welche einzelnen Fahrten tatsächlich ausfallen, steht in der Mitteilung noch nicht fest.
Zweiter Warnstreik bei SWEG Schienenwege
Es ist bereits der zweite Warnstreik bei der SWEG Schienenwege GmbH. Anders als bei früheren Arbeitsniederlegungen im September und Oktober richtet sich der aktuelle Aufruf nicht an den Busbereich.
Die SWEG Schienenwege GmbH betreibt nach eigenen Angaben rund 210 Kilometer Eisenbahninfrastruktur in Baden-Württemberg und beschäftigt 112 Menschen.
Bild: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort (Archivbild)

