(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Landratsamt Lörrach (Sitzungsvorlage 132/2026 & Anhänge)
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Inzlingen soll ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 besser mit Lörrach und Riehen verbunden werden. Geplant sind zusätzliche Fahrten am Abend und am Wochenende. Der Kreistag entscheidet darüber am Mittwoch, 22. Juli.
Der Umweltausschuss empfiehlt, die Linie 3 von Montag bis Freitag um drei zusätzliche Fahrtenpaare zu erweitern. Damit soll die bisherige Bedienzeit am Abend verlängert werden. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen sind jeweils zwei weitere Fahrtenpaare vorgesehen.
Der Landkreis rechnet dafür ab 2027 mit jährlichen Kosten von rund 125.000 Euro. Mögliche Einnahmen aus den zusätzlichen Fahrten sind dabei noch nicht abgezogen. Der Vertrag mit den Stadtwerken Lörrach soll bis Ende 2031 laufen.
Hintergrund ist eine Veränderung beim Busverkehr am Hochrhein. Bislang wird Inzlingen am Abend zusätzlich durch vier Fahrten von der Linie 7304 erreicht. Diese Stichfahrten ins Dorfzentrum sollen mit dem neuen Linienbündel Hochrhein ab Dezember 2027 entfallen. Künftig würde die Linie nur noch an der Haltestelle Waidhof halten.
Diese Haltestelle liegt laut Gemeinde an der Bundesstraße 316 rund 1,5 Kilometer von der nächsten Bebauung entfernt. Ein beleuchteter Fuß- oder Radweg ins Dorf existiert dort nach Angaben von Bürgermeister Marco Muchenberger nicht.
Streit um vierte Abendverbindung
Die Freien Wähler fordern deshalb, alle vier bisherigen Abendfahrten durch vier zusätzliche Fahrtenpaare von der Linie 3 zu ersetzen. Dadurch würde der heutige Stand vollständig erhalten. Die jährlichen Kosten würden nach ihrer Berechnung von 125.000 auf rund 158.000 Euro steigen.
Der Änderungsantrag scheiterte im Umweltausschuss allerdings mit zehn Ja-Stimmen, 13 Nein-Stimmen und einer Enthaltung. Die Variante von der Verwaltung mit drei zusätzlichen Fahrtenpaaren erhielt anschließend 16 Ja-Stimmen bei acht Enthaltungen.
Bürgermeister Muchenberger warnt vor einem Rückschritt. Der Vorschlag von der Verwaltung gleiche nur drei von vier wegfallenden Abendfahrten aus. Besonders für Berufspendler und Grenzgänger sei eine verlässliche Verbindung wichtig. Inzlingen habe nach Angaben von der Gemeinde die höchste Grenzgängerquote im Landkreis Lörrach.
Eine von der Gemeinde ursprünglich geforderte Verdichtung vom Stundentakt während der Hauptverkehrszeiten ist in der aktuellen Planung nicht enthalten. Der vollständige Ausbauwunsch mit zusätzlichen Fahrten am Morgen, Abend und Wochenende würde laut Kreisverwaltung jährlich rund 286.000 Euro kosten und den Einsatz von einem weiteren Fahrzeug mit zusätzlichem Personal notwendig machen.
Rufbus und andere Angebote werden geprüft
Der Ausschuss ergänzte den Beschlussvorschlag um zwei Prüfaufträge. Die Verwaltung soll gemeinsam mit den Stadtwerken untersuchen, ob andere Möglichkeiten für die Bedienung am Abend und Wochenende bestehen.
Zusätzlich sollen flexible Angebote wie Rufbusse, Anrufsammeltaxis oder andere On-Demand-Verkehre geprüft werden. Damit könnte der Takt möglicherweise wirtschaftlicher und kurzfristiger verdichtet werden.
Die Verwaltung verweist auf die angespannte Finanzlage vom Landkreis. Die zusätzlichen Kosten waren bislang nicht im Haushalt eingeplant und müssten bei einem möglichen Nachtragshaushalt für 2027 berücksichtigt werden.
Entscheidet sich der Kreistag für die Empfehlung vom Ausschuss, bekommt Inzlingen ab Dezember drei zusätzliche Fahrtenpaare an Werktagen sowie jeweils zwei zusätzliche Fahrtenpaare am Wochenende und an Feiertagen. Ob später weitere Verbindungen hinzukommen, hängt von den zusätzlichen Prüfungen ab.








