(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Lörrach
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Auf dem bisherigen Krankenhaus-Areal in Lörrach soll nach dem Umzug des Kreiskrankenhauses ein neues Stadtquartier entstehen. Im Mittelpunkt der Planungen für die rund 3,5 Hektar große Fläche stehen bezahlbarer und vielfältiger Wohnraum, Grünflächen sowie soziale und gewerbliche Angebote. Über einen dafür geplanten Wettbewerb soll der Gemeinderat am 29. September entscheiden.

Die Stadt will sich noch nicht darauf festlegen, welche bestehenden Gebäude erhalten bleiben. Planungsteams sollen deshalb unterschiedliche Konzepte für Erhalt, Umnutzung oder Teilrückbau entwickeln und ihre Vorschläge städtebaulich, wirtschaftlich und ökologisch begründen.

Ein Schwerpunkt liegt auf neuen Wohnungen für unterschiedliche Zielgruppen. Neben regulären Wohnungen sind Pflegewohnen, Wohngemeinschaften und sogenannte Smart-Wohnungen vorgesehen. Hinzukommen könnten medizinische Angebote, Gemeinschaftsräume, Gastronomie, Dienstleistungen, Büros und Kleingewerbe. Auch Flächen für Bibliothek und Volkshochschule sind vorgesehen. Insgesamt geht die Stadt derzeit von rund 74.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche aus.

Das neue Quartier soll möglichst autoarm gestaltet werden. Geplant sind barrierefreie Fuß- und Radverbindungen, Fahrradstellplätze, Sharing-Angebote und Ladeinfrastruktur. Im Inneren soll das Quartier möglichst autofrei sein. Derzeit wird mit etwa 0,5 Pkw-Stellplätzen pro Wohnung gerechnet.

Auch Klimaanpassung spielt bei den Vorgaben eine Rolle. Grünverbindungen sollen weiterentwickelt, Flächen verschattet und begrünt sowie möglichst wenig Boden versiegelt werden. Vorgesehen ist außerdem eine Energiezentrale zur Erweiterung vom Nah- und Fernwärmenetz.

Der geplante europaweite Wettbewerb soll in zwei Phasen stattfinden. Zunächst reichen interdisziplinäre Planungsteams Ideen ein. Voraussichtlich rund 15 Büros sollen anschließend für die zweite Phase ausgewählt werden.

Stimmt der Gemeinderat dem Verfahren zu, könnte der Wettbewerb im Oktober 2026 starten. Ergebnisse werden für Mitte 2027 erwartet. Das Land unterstützt das Verfahren mit 100.000 Euro aus dem Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“.

Bild: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort (Archivbild)

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