Wie können Menschen mit Demenz im Krankenhaus besser versorgt werden? Darum geht es am Donnerstag, 22. Oktober, bei einer öffentlichen Veranstaltung im Kreiskrankenhaus Lörrach. Von 16 bis 18 Uhr stellen Beschäftigte aus Medizin, Pflege und Therapie das sogenannte Silviahemmet-Konzept vor. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Ein Krankenhausaufenthalt kann Menschen mit Demenz besonders belasten. Fremde Räume, wechselnde Bezugspersonen und ungewohnte Abläufe können die Orientierung und Kommunikation erschweren. Das vorgestellte Konzept soll deshalb neben der medizinischen Behandlung auch diese besonderen Bedürfnisse berücksichtigen.
Silviahemmet stützt sich auf vier Bereiche: die Behandlung und Kontrolle von Beschwerden, die Unterstützung von Angehörigen, Teamarbeit und Kommunikation. Bei der Veranstaltung erläutern Chefarzt Dr. Sven von Rönn sowie Beschäftigte aus Pflege, Physiotherapie und Ergotherapie, wie sich diese Ansätze im Klinikalltag umsetzen lassen.
Gleichzeitig schließt das Klinikum damit eine umfangreiche Weiterbildung ab. 19 Beschäftigte aus Medizin, Pflege und Therapie haben jeweils 135 Ausbildungsstunden absolviert und sich zu Silviahemmet-Trainern qualifiziert. Sie sollen das erworbene Wissen künftig in die verschiedenen klinischen Teams weitergeben. Die Qualifizierung dient auch der Vorbereitung auf das künftige Dreiland-Klinikum.
Die Veranstaltung gehört zu den Demenzwochen 2026 im Landkreis Lörrach. Sie findet am 22. Oktober von 16 bis 18 Uhr in der Cafeteria im fünften Obergeschoss des Kreiskrankenhauses statt. Im Anschluss können Besucher Fragen stellen und mit den beteiligten Fachkräften ins Gespräch kommen.
Bild: Dreiland-Klinikum Lörrach

