Der Landkreis Lörrach warnt vor möglichen Einschnitten bei der europäischen Förderung für den ländlichen Raum. Hintergrund sind die Verhandlungen über den EU-Haushalt für die Jahre 2028 bis 2034. Nach Angaben des Landkreises steht dabei eine mögliche Absenkung der EU-Kofinanzierung für das LEADER-Programm auf bis zu 40 Prozent im Raum.
Gemeinsam mit weiteren LEADER-Landkreisen im Südschwarzwald unterstützt Lörrach deshalb einen Appell des Landkreistags Baden-Württemberg. Die Landesregierung soll sich beim Bund und auf europäischer Ebene dafür einsetzen, dass die finanzielle Ausstattung mindestens auf dem bisherigen Niveau bleibt.
Der Landkreis befürchtet, dass eine geringere Förderung die kommunalen Haushalte stärker belasten und Projekte im ländlichen Raum erschweren könnte.
Förderprogramm läuft seit 1994 im Südschwarzwald
LEADER wird im Südschwarzwald nach Angaben des Landkreises seit 1994 eingesetzt. Über das Programm können unter anderem Projekte zur Dorfentwicklung, Nahversorgung und zum Tourismus unterstützt werden.
Eine Besonderheit ist, dass Projekte vor Ort entwickelt werden. Kommunen, Vereine und Bürger können dabei gemeinsam Vorhaben für ihre Region auf den Weg bringen.
Ob und in welchem Umfang die Förderung ab 2028 tatsächlich reduziert wird, steht derzeit noch nicht fest. Der Landkreis spricht angesichts der laufenden Debatte über den künftigen EU-Haushalt von einer möglichen Absenkung der Kofinanzierung.

