KREIS EMMENDINGEN

Kreis Emmendingen: So stark sollen Müllgebühren 2027 steigen

Die Müllentsorgung wird für Haushalte im Landkreis Emmendingen ab dem kommenden Jahr teurer. Zum 1. Januar 2027 steigen die Müllgebühren für die graue Restmülltonne durchschnittlich um rund zehn Prozent. Das hat das Landratsamt jetzt mitgeteilt.

Grund für die Erhöhung sind deutlich gestiegene Kosten in mehreren Bereichen der Abfallwirtschaft. Ohne den Einsatz vorhandener Rücklagen müssten die Gebühren laut Landkreis noch stärker steigen.

Was Haushalte künftig bezahlen müssen

Wie viel die einzelnen Haushalte ab Januar zusätzlich bezahlen müssen, geht aus der vorliegenden Mitteilung nicht hervor. Genannt wird lediglich die durchschnittliche Erhöhung um rund zehn Prozent.

Derzeit werden für einen 35-Liter-Behälter 92,00 EUR. für einen 50-Liter-Behälter 131,00 EUR, für einen 60-Liter-Behälter 157,00 EUR, für einen 80-Liter-Behälter 210,00 EUR, für einen 120-Liter-Behälter 315,00 EUR und für einen 240-Liter-Behälter 631,00 EUR fällig.

Wer zum Beispiel den 35-Liter-Behälter hat, dürfte rechnerisch um die neun bis zehn Euro pro Jahr mehr bezahlen und wohl über 100,00 Euro landen. Mit 240-Liter-Behälter wäre das Plus schon bei über 60 Euro pro Jahr. Wer sogar einen 770-Liter-Container für derzeit 2.026,00 EUR befüllt, sollte mit Mehrkosten von über 200 Euro pro Jahr rechnen. Das sind alles Rechenbeispiele mit 10% Erhöhung, ohne Bestätigung des Landratsamts.

Die Müllgebühr deckt dabei mehr ab als die regelmäßige Leerung der grauen Tonne. Darin enthalten sind auch die Entsorgung des Restmülls, die Wertstoffverwertung auf den Recyclinghöfen und die Entsorgung von Grüngut auf den Grünschnittplätzen.

Nicht alle Entsorgungsleistungen sind enthalten

Für bestimmte Abfälle werden weiterhin separate Gebühren erhoben. Das gilt unter anderem für die Anlieferung von Erdaushub oder belastetem Altholz.

Anders finanziert werden die Gelben Säcke und die Leerung der Glascontainer. Diese Leistungen gehören nicht zur kommunalen Müllgebühr, sondern werden über die sogenannten dualen Systeme bezahlt. Die entsprechenden Kosten sind bereits in den Produktpreisen berücksichtigt.

Mit dem Einsatz von Rücklagen begrenzt der Landkreis die Gebührensteigerung für 2027. Für die Haushalte bleibt es dennoch bei einer durchschnittlichen Mehrbelastung von rund zehn Prozent.

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