Die Kreisstraße K5138 im Tennenbacher Tal bei Emmendingen zwischen Sonnenziel und Tennenbach ist auf 460 Metern ausgebaut und wieder frei. Die Arbeiten auf einer wichtigen Straße zwischen Sexau, Freiamt und Emmendingen kosteten rund 1,15 Millionen Euro.
K 5138 im Tennenbacher Tal wieder frei – aber der Ausbau ist noch nicht abgeschlossen
Autofahrer können die Kreisstraße K 5138 zwischen Sonnenziel und Tennenbach wieder nutzen. Nach rund acht Monaten Bauzeit hat der Landkreis Emmendingen den ersten, 460 Meter langen Bauabschnitt am Freitag, 16. Oktober, für den Verkehr freigegeben. Die Straße ist jetzt breiter und soll vor allem beim Begegnungsverkehr sicherer sein.
Der Ausbau ist allerdings noch nicht vollständig abgeschlossen. Das Gesamtvorhaben umfasst rund 1,3 Kilometer. Der zweite Bauabschnitt steht noch aus und muss zunächst in einem eigenen Genehmigungsverfahren geprüft werden.
Fahrbahn von 4,50 auf 5,50 Meter verbreitert
Die K 5138 ist eine wichtige Verbindung zwischen Emmendingen und Freiamt sowie zwischen der südlichen Ortenau und dem Landkreis Emmendingen.
Vor dem Ausbau war die Fahrbahn stellenweise nur etwa 4,50 Meter breit. Besonders wenn sich größere Fahrzeuge begegneten, wurde es eng. Hinzu kamen beschädigte Fahrbahnränder, Risse, Unebenheiten und unübersichtliche Kurven.
Auf dem erneuerten Abschnitt ist die Fahrbahn nun rund 5,50 Meter breit. Außerdem wurden die Kurvenführung und die Sichtverhältnisse verbessert. Befestigte Seitenstreifen sollen dazu beitragen, dass Fahrzeuge bei Begegnungen nicht so leicht von der Straße abkommen.
Die neue Breite orientiert sich an bereits ausgebauten Abschnitten zwischen Emmendingen-Maleck und Sonnenziel sowie zwischen Tennenbach und Freiamt-Mußbach.
Auch Maßnahmen für Tiere umgesetzt
Neben der Fahrbahn wurde die Straßenentwässerung angepasst. Der Durchlass des Herderbächles wurde um rund sechs Meter verlängert. Dafür musste das Gewässer auf einem kurzen Abschnitt verlegt werden.
Zum Schutz von Amphibien entstanden Leiteinrichtungen und drei Durchlässe unter der Straße. Weitere Schutzmaßnahmen betreffen Fledermäuse, Wildkatzen und Zauneidechsen.
Die Arbeiten wurden ökologisch begleitet. Außerdem wurden Ausgleichsmaßnahmen für Eingriffe in die Natur umgesetzt.
Planungen begannen bereits 2006
Bis zur Fertigstellung des ersten Abschnitts war es ein langer Weg. Die Planungen für den Straßenausbau begannen bereits 2006.
Es folgten Beteiligungsverfahren, Einwände und Rechtsstreitigkeiten. Erst am 14. März 2023 erließ das Regierungspräsidium Freiburg den erforderlichen Planfeststellungsbeschluss.
Die eigentlichen Bauarbeiten starteten am 23. Februar 2026. Rund acht Monate später konnte der Landkreis die Strecke wieder freigeben.
Auftragssumme liegt bei rund 1,15 Millionen Euro
Die Auftragssumme für die Arbeiten beträgt 1.151.457,13 Euro. Ausgeführt wurden sie von der Firma Knobel-Bau aus Hartheim.
Das Land Baden-Württemberg unterstützt den Ausbau mit Fördermitteln für den kommunalen Straßenbau. Wie hoch die Förderung ausfällt, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Wann der zweite Bauabschnitt umgesetzt werden könnte, ist ebenfalls noch offen. Zunächst muss das dafür vorgesehene eigenständige Planfeststellungsverfahren durchlaufen werden.
Bild: Landratsamt Emmendingen

