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(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Landratsamt Emmendingen (Sitzungsvorlage 2026/225)

Die kostenlose Nutzung der Papiertonne im Landkreis Emmendingen steht vor großen Veränderungen. Der Entsorger Remondis will nach Angaben der Kreisverwaltung ab Dienstag, 1. Juli 2026, erstmals Gebühren für die Nutzung der Papiertonnen verlangen.

Betroffen wären Haushalte mit 240-Liter-Tonnen ebenso wie große Sammelcontainer. Für eine normale Papiertonne sollen künftig 30 Euro pro Jahr fällig werden, für einen 1,1-Kubikmeter-Container sogar 130 Euro jährlich.

Die Kreisverwaltung kritisiert das Vorgehen deutlich. Laut Vorlage sei die Ankündigung sehr kurzfristig erfolgt. Außerdem vertritt der Landkreis die Auffassung, dass Verpackungsabfälle aus Papier weiterhin kostenlos entsorgt werden müssten, weil Verbraucher die Entsorgung bereits über den Kaufpreis der Produkte bezahlen.

Im Kreistag am Montag, 18. Mai 2026, soll deshalb über mehrere Maßnahmen beraten werden. Unter anderem will der Landkreis Remondis auffordern, die Papiertonne vorerst kostenlos weiterzubetreiben. Gleichzeitig sollen die sogenannten dualen Systeme stärker in die Pflicht genommen werden.

Außerdem prüft die Kreisverwaltung die Einführung einer eigenen kommunalen Papiertonne. Damit könnte die Sammlung künftig direkt über den Landkreis organisiert werden. Eine solche Lösung würde allerdings möglicherweise höhere Müllgebühren bedeuten, weil die Erlöse aus dem Altpapierverkauf zuletzt deutlich gesunken sind.

Im Landkreis Emmendingen wird Papiermüll seit mehr als 20 Jahren über ein gewerbliches Holsystem gesammelt. Vertragliche Beziehungen zwischen dem Landkreis und Remondis bestehen laut Kreisverwaltung bislang nicht.

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