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(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Regierungspräsidium Freiburg
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Die aktuelle Hitzewelle zeigt nach Ansicht des Regierungspräsidiums Freiburg deutlich, wie groß die Herausforderungen für die Landwirtschaft geworden sind. Beim Deutschen Bauerntag in Freiburg hat Regierungspräsident Carsten Gabbert die Folgen des Klimawandels für Bauernhöfe, Winzer und Obstbaubetriebe in Südbaden in den Mittelpunkt gestellt.

Längere Trockenphasen, Extremwetter und neue Schädlinge würden die Betriebe zunehmend unter Druck setzen. Gleichzeitig müsse die Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln langfristig gesichert werden.

„Hitze und Trockenheit lassen uns aktuell förmlich spüren, wie hoch der Handlungsbedarf zur Anpassung an den Klimawandel gerade in der Landwirtschaft ist“, erklärte Gabbert.

Besonders in Südbaden seien die Herausforderungen vielfältig. Von den Grünlandbetrieben im Schwarzwald über den Weinbau bis hin zum Obst- und Ackerbau brauche es unterschiedliche Lösungen für unterschiedliche Regionen.

Ein zentrales Thema bleibt die Wasserversorgung. Im Biosphärengebiet Schwarzwald wurde am Belchen bereits die Infrastruktur für die Versorgung von Weidetieren modernisiert, nachdem Quellen in trockenen Sommern mehrfach versiegt waren.

Auch bei der Bewässerung setzt das Land auf neue Technik. Tropfbewässerung im Weinbau und moderne Niederdrucksysteme im Ackerbau sollen Wasser sparen und den Energieverbrauch senken. Seit 2021 wurden im Regierungsbezirk Freiburg neun Bewässerungsprojekte mit rund zwei Millionen Euro gefördert.

Sorgen bereiten den Fachleuten außerdem neue Schädlinge. Im Landkreis Lörrach wurde erstmals die Amerikanische Rebzikade nachgewiesen. Sie kann die gefährliche Rebkrankheit „Goldgelbe Vergilbung“ übertragen, an der befallene Rebstöcke schnell absterben können. Deshalb gelten inzwischen besondere Maßnahmen in Teilen der Landkreise Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald.

Für die Zukunft setzt das Regierungspräsidium auch auf die nächste Generation. Aktuell absolvieren rund 850 junge Menschen im Regierungsbezirk eine Ausbildung in Landwirtschaft, Weinbau oder Gartenbau. Themen wie Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und hitzeresistente Pflanzen spielen dabei eine immer größere Rolle.

Im vergangenen Jahr flossen laut Regierungspräsidium insgesamt 41 Millionen Euro in Projekte der ländlichen Entwicklung im Regierungsbezirk Freiburg. Weitere Fördermittel gingen in die Landwirtschaft und die Waldwirtschaft.


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