FREIBURG

Freiburg: Mehr Verfahren vor dem Arbeitsgericht

Arbeitsrechtliche Streitigkeiten werden im Gerichtsbezirk Freiburg wieder häufiger vor Gericht ausgetragen. Im Jahr 2025 kamen dort nach einer Auswertung des Verbraucherportals Allright 7,6 abgeschlossene Urteilsverfahren auf 1.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Gegenüber 2022 ist die Quote damit um rund ein Drittel gestiegen.

Damals hatte Freiburg mit 5,7 Verfahren pro 1.000 Beschäftigten den niedrigsten Wert im betrachteten Zeitraum erreicht. Bis 2025 stieg die Quote um rund 33 Prozent. Trotz dieses Anstiegs liegt Freiburg weiterhin unter dem bundesweiten Durchschnitt von 9,4 Verfahren je 1.000 Beschäftigten.

Für die Untersuchung hat Allright nach eigenen Angaben die statistischen Berichte zur Arbeitsgerichtsbarkeit der Jahre 2020 bis 2025 ausgewertet. Bundesweit wurden dabei rund 1,78 Millionen Urteilsverfahren betrachtet. Für den regionalen Vergleich setzte das Portal die Zahl der erledigten erstinstanzlichen Urteilsverfahren ins Verhältnis zur Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im jeweiligen Gerichtsbezirk.

Bundesweit höchster Stand seit fünf Jahren

Deutschlandweit schlossen die Arbeitsgerichte 2025 laut Auswertung 327.119 Urteilsverfahren ab. Das entspricht 9,4 Verfahren pro 1.000 Beschäftigten und damit dem höchsten Wert seit 2020. Im Jahr 2022 hatte die bundesweite Quote mit 7,5 ihren Tiefpunkt erreicht.

Aus der Statistik lässt sich allerdings nicht ableiten, weshalb die Zahl der Verfahren in Freiburg gestiegen ist oder welche Arten arbeitsrechtlicher Konflikte dafür verantwortlich waren. Erfasst wird der Geschäftsanfall der Arbeitsgerichte und nicht ausschließlich etwa die Zahl von Kündigungsschutzklagen.

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