(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Freiburg
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Freiburg steht vor großen Herausforderungen in der Pflege. Nach einer neuen Sozialplanung vom Seniorenbüro wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen bis zum Jahr 2045 auf mehr als 11.000 steigen. Gleichzeitig fehlen schon heute Pflegekräfte – und bezahlbarer Wohnraum für sie.

Nach den Berechnungen wird die Zahl der Menschen ab 65 Jahren in Freiburg bis 2045 auf rund 47.500 steigen. Besonders stark wächst die Gruppe der über 85-Jährigen. Sie soll um etwa ein Viertel auf rund 16.600 Menschen zunehmen. Dadurch steigt auch der Bedarf an Pflege deutlich.

Schon jetzt leiden Pflegeheime und ambulante Pflegedienste unter Personalmangel. Nach Angaben vom Seniorenbüro können Einrichtungen teilweise nicht alle Pflegeplätze belegen oder müssen Angebote einschränken, weil Fachkräfte fehlen. Die Situation dürfte sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen, da viele Beschäftigte selbst in den Ruhestand gehen.

Eine immer wichtigere Rolle spielen deshalb Pflegekräfte aus dem Ausland. Damit diese langfristig in Freiburg arbeiten können, braucht es jedoch ausreichend Wohnraum. Seit 2023 unterstützt die Stadt mit der Kampagne „Wir brauchen PFLEGE – PFLEGE braucht Wohnraum“ die Wohnungssuche. Bisher konnten mehr als 40 Wohnungen und Zimmer vermittelt werden. Im August startet zusätzlich eine neue Vermittlungsplattform, die Vermieter und Pflegekräfte zusammenbringen soll.

Auch für ältere Menschen selbst fehlt es an barrierearmen und bezahlbaren Wohnungen. Deshalb setzt die Stadt auf Wohnprojekte mit Betreuungsangeboten. Neue Vorhaben sind unter anderem in den Stadtteilen Mooswald und Stühlinger geplant. Auch im neuen Stadtteil Dietenbach sind entsprechende Angebote vorgesehen.

Das Seniorenbüro appelliert außerdem an Angehörige, sich frühzeitig beraten zu lassen und Unterstützung zu organisieren. Viele Hilfsangebote könnten rechtzeitig geplant werden, bevor eine akute Pflegesituation entsteht. Die Beratung vom Seniorenbüro mit Pflegestützpunkt ist für alle Freiburgerinnen und Freiburger kostenlos.

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