(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Stadt Endingen am Kaiserstuhl
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Auf dem Dach der Realschule I in Endingen soll für 83.300 Euro eine zusätzliche Photovoltaikanlage entstehen. Wirtschaftlich würde sich die Anlage für sich genommen nach Angaben der Stadt nicht rechnen. Sie ist nach Einschätzung der Verwaltung aber notwendig, um die millionenschwere energetische Förderung für die knapp 13 Millionen Euro teure Schulsanierung zu sichern. Der Gemeinderat entscheidet darüber am Mittwoch, 16. September.
Die Sanierung der Realschule I hat ein Gesamtvolumen von rund 12,98 Millionen Euro. Darin enthalten sind rund 12,58 Millionen Euro für die Basissanierung sowie knapp 402.000 Euro für die vom Gemeinderat zusätzlich beschlossene Klimatisierung.
Ursprünglich basierte die Finanzierung auf einer Förderung nach dem KfW-Effizienzhaus-Standard 55. Während der Planung wurden laut Stadt jedoch die Förderbedingungen geändert. Hinzu kommt, dass die nachträglich geplante Klimatisierung den rechnerischen Energiebedarf des Gebäudes erhöht.
83.300 Euro für 64,4 kWp
Um den KfW-55-Standard dennoch zu erreichen und den Förderanspruch für das Gesamtprojekt nicht zu gefährden, schlägt die Verwaltung eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 64,4 Kilowatt-Peak auf dem Bestandsgebäude vor.
Dabei gibt es eine Besonderheit: Auf dem Schulcampus steht laut Vorlage durch bestehende Anlagen bereits ausreichend regenerativ erzeugter Strom zur Verfügung. Isoliert betrachtet amortisiert sich die zusätzliche Anlage deshalb nach Einschätzung der Stadt nicht.
Entscheidend ist vielmehr die Förderung der gesamten Schulsanierung. Der finanzielle Vorteil durch die damit gesicherten KfW-Fördermittel übersteige die Investitionskosten der PV-Anlage laut Verwaltung um ein Vielfaches.
Die Anlage hat auch eine bauliche Konsequenz. Aus statischen Gründen müsste auf die bislang vorgesehene Bekiesung des Flachdachs verzichtet werden. Das sei technisch möglich, schränke laut Vorlage allerdings die Lebensdauer des Flachdachs ein.
Entscheidung über Hauptstraße im November
Der Gemeinderat beschäftigt sich am Mittwoch außerdem mit der umstrittenen Verkehrsführung in der Endinger Hauptstraße. Seit Januar läuft dort zwischen Torli und Stadtapotheke ein auf neun Monate begrenzter Einbahnstraßenversuch.
Bevor über die dauerhafte Regelung entschieden wird, sollen Bürger ab 16 Jahren befragt werden. Vorgesehen sind eine Online-Umfrage, eine KI-gestützte Telefonbefragung und Fragebögen auf Papier. Zusätzlich ist am 26. September während des Wochenmarkts ein Bürgerdialog auf dem Marktplatz geplant.
Eine erneute Verkehrszählung soll zeigen, wie sich die Verkehrsströme durch die Einbahnstraße verändert haben. Umfrage und Bürgerdialog sind ausdrücklich nicht bindend. Die endgültige Entscheidung soll nach Möglichkeit am 4. November im Gemeinderat fallen.
Ein weiteres Projekt betrifft Königschaffhausen. Für den geplanten Kunstrasenplatz soll ein Freiburger Planungsbüro für rund 94.700 Euro beauftragt werden. Grundlage der bisherigen Planung ist eine Kostenschätzung von 663.000 Euro netto für den Platz.








