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Endingen: Einbahnstraße in der Innenstadt könnte dauerhaft bleiben

Die Einbahnstraße in der Innenstadt von Endingen soll dauerhaft bestehen bleiben. Das empfiehlt die Stadtverwaltung dem Gemeinderat für seine Sitzung am Mittwoch, 4. November 2026. Grundlage sind eine Bürgerbefragung und neue Verkehrszählungen. Demnach sprechen sich 66,7 Prozent der Befragten für die Beibehaltung aus. Gleichzeitig ist der Verkehr in der Hauptstraße um rund 40 Prozent zurückgegangen.

Seit Januar 2026 wird die Einbahnstraßenregelung in der Hauptstraße, dem Löwengäßli und der Ritterstraße getestet. Nun soll der Gemeinderat über die Zukunft der Verkehrsführung entscheiden.

Zwei Drittel der Befragten wollen Einbahnstraße behalten

An der Befragung zwischen dem 23. September und 13. Oktober beteiligten sich 895 Personen. Davon sprechen sich 66,7 Prozent für die dauerhafte Einbahnstraßenregelung aus. 25,8 Prozent möchten zum bisherigen Verkehr in beide Richtungen zurückkehren, 7,5 Prozent sind unentschieden.

Die Ergebnisse sind allerdings nicht repräsentativ für die gesamte Bevölkerung, sondern geben die Meinung der Teilnehmenden wieder.

Unter den befragten Innenstadtbetrieben liegt die Zustimmung bei 51,1 Prozent, während 38,3 Prozent die Rückkehr zum Begegnungsverkehr bevorzugen.

Hauptstraße deutlich entlastet

Die Verkehrszählungen bestätigen, dass die Einbahnstraße den Autoverkehr in der Hauptstraße erheblich reduziert hat. Nach Angaben des beauftragten Gutachters sank die Verkehrsmenge im untersuchten Bereich um rund 40 Prozent.

Viele Befragte sehen Verbesserungen bei der Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität. So bewerten 71,4 Prozent die Entwicklung der Verkehrsbelastung in der Hauptstraße positiv. 67 Prozent nehmen Verbesserungen beim sicheren Überqueren der Straße wahr.

Allerdings gibt es auch Kritik: 61 Prozent der Befragten beobachten eine Verlagerung des Verkehrs in andere Straßen. Besonders betroffen sind das Löwengäßli, das St. Jakobsgäßli und die Rempartstraße.

Bessere Beschilderung und Parkleitsystem geplant

Die Verwaltung will deshalb nicht einfach die bisherige Testregelung unverändert übernehmen.

Vorgesehen sind eine bessere Wegweisung, eine verständlichere Parkplatzbeschilderung und die Prüfung möglicher Gefahrenstellen in den angrenzenden Nebenstraßen. Auch die Erreichbarkeit der Innenstadt für Anwohner, Kunden und Lieferverkehr soll berücksichtigt werden.

Die Verwaltung soll dem Gemeinderat dazu konkrete Maßnahmen einschließlich Aufwand und zeitlicher Umsetzung vorlegen.

Ob die Einbahnstraßenregelung tatsächlich dauerhaft bleibt, entscheidet der Gemeinderat am 4. November.

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