In Emmendingen startet der 8er-Rat ins neue Schuljahr. Achtklässler können eigene Projekte für die Stadt entwickeln. Dafür gibt es 20.000 Euro.
20.000 Euro für ihre Ideen: Schüler mischen in Emmendingen mit
Neue Treffpunkte, bessere Schulhöfe oder Ideen für den Verkehr: In Emmendingen können Jugendliche selbst mitentscheiden, was sich in ihrer Stadt verändern soll. Dafür stehen dem sogenannten 8er-Rat jedes Jahr 20.000 Euro zur Verfügung. Jetzt ist das Beteiligungsprojekt für das Schuljahr 2026/2027 gestartet.
Zum Auftakt waren Schülerinnen und Schüler der achten Klassen aus Emmendingen gemeinsam mit ihren Lehrkräften ins Rathaus eingeladen.
Jugendliche lernen, wie Stadtpolitik funktioniert
Beim sogenannten Jugendrathaus konnten die Achtklässler Oberbürgermeister Stefan Schlatterer kennenlernen und erfahren, wie die Stadtverwaltung arbeitet.
Dabei ging es unter anderem darum, wer in Emmendingen Entscheidungen trifft, welche Aufgaben die Verwaltung übernimmt und wie Jugendliche eigene Vorschläge einbringen können.
Schlatterer ermutigte die Schülerinnen und Schüler ausdrücklich zur Beteiligung: „Bitte mischt euch ein.“
Von Trampolinen bis zur Stadtbibliothek
Dass aus den Vorschlägen der Jugendlichen konkrete Veränderungen entstehen können, zeigen zahlreiche Projekte aus den vergangenen Jahren.
So hat der 8er-Rat unter anderem eine Sofaecke und eine neue Leseecke in der Stadtbibliothek angestoßen. Auch Trampoline im Stadtgebiet, zusätzliche Sitzgelegenheiten auf dem Schulhof der Carl-Friedrich-Schule und die Mitgestaltung des Kletterfelsens im Boehle-Park gehören zu den bisherigen Projekten.
Weitere Ideen betrafen eine Verkehrsinsel in der Wiesenstraße, die Neugestaltung einer Unterführung und die Sanierung des Jugendzentrums.
Auch die EM-Cup-To-go-Becher zur Verringerung von Einwegmüll sowie ein Baustellenplan auf der städtischen Internetseite gehen auf Anregungen aus der Jugendbeteiligung zurück.
Seit zehn Jahren dürfen Achtklässler mitreden
Den 8er-Rat gibt es in Emmendingen seit 2016. Er bietet Schülerinnen und Schülern der achten Klassen die Möglichkeit, gemeinsam Projekte zu entwickeln und ihre Stadt mitzugestalten.
Für die Umsetzung ihrer Ideen steht jährlich ein Budget von 20.000 Euro bereit.
Die Jugendbeteiligung ist auch gesetzlich verankert: Nach der Gemeindeordnung Baden-Württembergs müssen Kommunen Jugendliche an Entscheidungen beteiligen, die sie betreffen.
Welche neuen Ideen die Achtklässler im Schuljahr 2026/2027 umsetzen wollen, steht zum Auftakt noch nicht fest.
Bild: Stadt Emmendingen

