(Bildquelle unter Text, sonst Symbolbild) Quelle der Infos: Gemeinde Denzlingen
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Neue Wohnungen, eine lebendigere Ortsmitte und große Entscheidungen für Schulen, Sport und Klimaschutz: Ein Jahr nach seinem Amtsantritt in Denzlingen zieht Bürgermeister Fabian Nitz Bilanz und kündigt weitere wichtige Projekte an.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem neuen Quartier Käppelematten. Dort haben die Erschließungsarbeiten begonnen, gleichzeitig wird ein Nahwärmenetz geplant. Der Standort von der Heizzentrale am Leichtathletikstadion steht bereits fest. Die Bewerbungsphase für Grundstücke läuft noch bis zum 4. Dezember.
Nitz betont, dass Denzlingen dringend neuen und bezahlbaren Wohnraum brauche. Neben dem Neubaugebiet will die Gemeinde auch bestehende Gebäude nutzen. Gemeinsam mit dem Landkreis Emmendingen soll ein kommunales Wohnhaus saniert und anschließend für einen festgelegten Zeitraum an das Landratsamt vermietet werden.
Nach den Sommerferien startet außerdem das Projekt „Lebendige Ortsmitte“. Von der Auftaktveranstaltung am 19. September bis zum Weihnachtsmarkt soll drei Monate lang ausprobiert werden, wie die Rosenstraße attraktiver gestaltet werden kann. Geplant sind Kulturangebote, Begegnungsmöglichkeiten und ein gemeinsames Graffiti-Projekt mit der Partnergemeinde Arnsdorf in Sachsen.
Auch bei Schulen und Betreuung stehen Veränderungen an. Der Standort vom Bauernhofkindergarten „Lerchenkinder“ am Südhof konnte gesichert werden. Gleichzeitig beginnt nach den Sommerferien der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Die Ruth-Cohn-Schule hat sich bereits in ihrem neuen Gebäude eingelebt.
Die Alte Schule soll dagegen abgerissen werden. Noch verwendbare Einrichtungsgegenstände werden zuvor bei der Aktion „Schule zum Mitnehmen“ an Vereine und öffentliche Einrichtungen aus Denzlingen, Reute und Vörstetten weitergegeben.
Im Sportbereich wurde der Pachtvertrag mit dem FC Denzlingen verlängert. Noch in diesem Jahr soll der Kunstrasenplatz erneuert werden. Auch der Waldspielplatz profitiert von großem Engagement: Bei einem Spendenaufruf kamen rund 25.000 Euro zusammen.
Unter dem Titel „Denzlingen 2040“ will die Gemeinde gemeinsam mit der Bevölkerung langfristige Ziele entwickeln. Zu den kommenden Entscheidungen gehören die Neugestaltung vom Bahnhofsvorplatz, die Entwicklung von der Glotter am Festplatz, der Standort für eine neue Grundschul-Turnhalle, die Zukunft vom Bauhof, die Sanierung von der Stuttgarter Straße und neue Ideen für das Kauftreff-Areal.
Finanziell bleibt die Situation angespannt. Denzlingen war mit einem Defizit von rund elf Millionen Euro in das Haushaltsjahr gestartet. Laut Nitz entwickeln sich die Gewerbesteuereinnahmen derzeit jedoch besser als ursprünglich eingeplant. Investiert werden soll vor allem dort, wo langfristig der größte Nutzen für die Gemeinde entsteht.
Auch Klimaanpassung und Krisenvorsorge sollen wichtiger werden. Vorgesehen sind mehr Bäume, entsiegelte Flächen und eine bessere Speicherung von Wasser. Gleichzeitig baut die Gemeinde ein kommunales Krisenmanagement auf. Die Trinkwasserversorgung sei trotz der Trockenheit weiterhin gesichert, die Entnahme von Oberflächenwasser bleibe jedoch verboten.
Auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2035 sieht Nitz weitere Herausforderungen. Die geplanten Freiflächen-Photovoltaikanlagen würden allein nicht ausreichen, um den künftigen Strombedarf zu decken. Deshalb bringt er regionale Kooperationen bei der Windkraft ins Gespräch.
Bild: Gemeinde Denzlingen






