In Südbaden soll das Sirenennetz weiter ausgebaut werden. Vier Kommunen erhalten im Rahmen vom Sirenenförderprogramm 2026 insgesamt 312.400 Euro für 28 neue Sirenen-Anlagen. Das geht aus einer Mitteilung des baden-württembergischen Innenministeriums vom Freitag, 6. November 2026, hervor.
Gefördert werden Freiburg, Stühlingen im Landkreis Waldshut, Ettenheim im Ortenaukreis und Ballrechten-Dottingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald.
Die neuen Anlagen sollen dazu beitragen, die Bevölkerung bei Katastrophen und anderen Gefahrenlagen schneller zu warnen.
Wo in Südbaden neue Sirenen gefördert werden
Die Förderübersicht des Innenministeriums nennt für die vier Kommunen folgende Zahlen:
- Stühlingen (Landkreis Waldshut): acht Dachsirenen und vier Mastsirenen, insgesamt 156.200 Euro Förderung.
- Freiburg im Breisgau: sechs Dachsirenen und eine Mastsirene, insgesamt 82.450 Euro Förderung.
- Ettenheim (Ortenaukreis): drei Mastsirenen, insgesamt 52.050 Euro Förderung.
- Ballrechten-Dottingen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald): zwei Dachsirenen, insgesamt 21.700 Euro Förderung.
Damit entfallen 16 der geförderten Anlagen auf Dächer oder Gebäude und zwölf auf Sirenenmasten.
Den größten Anteil der südbadischen Fördermittel erhält Stühlingen. Dort werden zwölf neue Sirenenanlagen unterstützt.
Die Förderliste nennt die Kommunen und die Zahl der Anlagen. Konkrete Standorte innerhalb der Gemeinden oder Termine für die Installation gehen daraus nicht hervor.
Sirenen sollen bei Gefahr schnell warnen
Sirenen sind ein wichtiger Bestandteil des Bevölkerungsschutzes. Sie können Menschen auch dann auf eine Gefahr aufmerksam machen, wenn diese gerade keine Warnmeldung auf ihrem Smartphone sehen.
Das Innenministerium nennt als mögliche Einsatzfälle unter anderem schwere Unwetter, Hochwasser, Großbrände mit starker Rauchentwicklung und andere Gefahrenlagen.
Die Sirenen sollen die Bevölkerung auf eine Warnung aufmerksam machen. Weitere Informationen und konkrete Verhaltenshinweise können anschließend über andere Warnkanäle verbreitet werden.
Land und Bund finanzieren den Ausbau gemeinsam
Baden-Württemberg und der Bund stellen 2026 landesweit knapp 2,1 Millionen Euro für den Ausbau der Sireneninfrastruktur bereit.
Davon übernimmt das Land rund 950.000 Euro.
Insgesamt können mit dem Programm 24 Kommunen bei der Anschaffung von 155 neuen Sirenenanlagen unterstützt werden.
Je nach Bauart sind unterschiedliche Förderbeträge vorgesehen:
- Bis zu 10.850 Euro für eine Sirene auf einem Dach oder Gebäude.
- Bis zu 17.350 Euro für eine Sirene auf einem Mast.
- Bis zu 1.000 Euro für einen Sirenensteuerungsempfänger.
Über die Förderanträge entscheiden die zuständigen Regierungspräsidien, darunter das Regierungspräsidium Freiburg.
Nach Angaben des Innenministeriums wurden in den vergangenen Jahren landesweit bereits rund 16 Millionen Euro für Sirenen bereitgestellt.
Für die vier südbadischen Kommunen bedeutet die aktuelle Förderung einen weiteren Schritt beim Ausbau der Warninfrastruktur. Wann die neuen Sirenen tatsächlich installiert und einsatzbereit sein werden, ist noch nicht bekannt.

