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Weil am Rhein: Vier von acht Supermärkten verkaufen illegal Schnaps an Minderjährige

Bei Alkoholtestkäufen in Weil am Rhein haben vier von acht überprüften Supermärkten hochprozentigen Alkohol an Minderjährige verkauft. Das entspricht der Hälfte der kontrollierten Betriebe. Die Stadt spricht von einem alarmierenden Ergebnis und kündigt Bußgeldverfahren wegen der Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz an.

Es war bereits die 24. Runde solcher Testkäufe in Weil am Rhein. Diesmal standen Supermärkte im Mittelpunkt.

Dreimal wurde nicht nach dem Ausweis gefragt

Bei den Kontrollen waren zwei minderjährige Testkäufer unterwegs. Begleitet wurden sie von Mitarbeitenden der Villa Schöpflin, der Polizei und der Kommunalen Kriminalprävention.

Die Jugendlichen mussten Fragen zu ihrem Alter wahrheitsgemäß beantworten.

In drei der acht Supermärkte wurde beim Verkauf von hochprozentigem Alkohol weder nach dem Alter noch nach einem Ausweis gefragt.

In einem weiteren Betrieb verlangte das Verkaufspersonal zwar den Personalausweis, berechnete das Alter aber falsch und verkaufte den Alkohol trotzdem.

Der Verkauf hochprozentiger alkoholischer Getränke an Personen unter 18 Jahren ist verboten.

Stadt leitet Bußgeldverfahren ein

Nach jedem festgestellten Verstoß sprachen die Begleitpersonen das Verkaufspersonal direkt an. Die Mitarbeitenden wurden über die Jugendschutzbestimmungen informiert und der jeweilige Kauf rückgängig gemacht.

Die Stadt Weil am Rhein leitet bei Verstößen Bußgeldverfahren ein. Eine Teilnahme an einer kostenlosen Schulung der Villa Schöpflin kann nach Angaben der Stadt zu einer Reduzierung des Bußgeldes führen.

Prävention soll Kontrollen ergänzen

Neben den Testkäufen setzt die Stadt auf Aufklärung. Bereits im vergangenen Sommer besuchten Mitarbeitende der Villa Schöpflin und der Kommunalen Kriminalprävention insgesamt 29 Gastronomiebetriebe in Weil am Rhein.

Dabei informierten sie über den Jugendschutz und verteilten Informationsmaterial.

Die Verantwortlichen betonen, dass Kontrollen allein nicht ausreichen. Auch Schulungen für das Verkaufspersonal und die Aufklärung Jugendlicher seien wichtig, um riskantem Alkoholkonsum vorzubeugen.

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