Bei Northrop Grumman LITEF in Freiburg haben sich am Donnerstag, 5. November 2026, nach Angaben der IG Metall rund 120 Beschäftigte an einem Warnstreik beteiligt. Sie protestierten gegen das bisherige Angebot der Arbeitgeber in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie.
Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Entgelt. Sie kritisiert, dass das Angebot der Arbeitgeber die Kaufkraftverluste der Beschäftigten nicht ausreichend ausgleiche.
Arbeitgeber bieten Einmalzahlung und spätere Erhöhung
Nach Angaben der IG Metall sieht das Angebot des Arbeitgeberverbands Südwestmetall eine Einmalzahlung von 700 Euro im Jahr 2027 vor, die an Bedingungen geknüpft sein soll.
Eine dauerhafte Entgelterhöhung von 1,3 Prozent ist demnach erst für Juli 2028 vorgesehen. Die vorgeschlagene Laufzeit beträgt 26 Monate.
Die IG Metall lehnt dieses Angebot ab.
Gewerkschaft kritisiert Kaufkraftverlust
Ralf Goebel, Betriebsratsvorsitzender bei Northrop Grumman LITEF, bezeichnete das Angebot beim Warnstreik als unzureichend. Die Beschäftigten müssten die Wirtschaft am Laufen halten, während ihnen gleichzeitig Kaufkraft verloren gehe.
Auch Kerstin Meindl, zweite Bevollmächtigte der IG Metall Freiburg und Lörrach, forderte eine stärkere Beteiligung der Unternehmen. Die Beschäftigten bräuchten Sicherheit und Perspektiven.
Weitere Tarifverhandlungen am Donnerstag
Am 5. November findet in Ludwigsburg die nächste Verhandlungsrunde für die Metall- und Elektroindustrie statt.
Ob die Arbeitgeber ihr Angebot verändern oder eine Einigung erzielt werden kann, ist zum Zeitpunkt der Mitteilung offen.
Bild: IG Metall Freiburg

