FREIBURG

Freiburg: Land fördert zwei Wohnprojekte in Kleineschholz

Zwei Wohnbauprojekte im neuen Quartier Kleineschholz in Freiburg sind für eine Förderung durch das Land Baden-Württemberg ausgewählt worden. Die Vorhaben „Wir machen Raum“ und „LifeLab“ sollen bezahlbare Wohnungen schaffen und dabei auf ökologische Baustoffe setzen.

Die beiden Projekte gehören zu insgesamt zehn Vorhaben, die das Land im Rahmen des Programms „Clever Bauen BW“ ausgewählt hat. Das geht aus einer Mitteilung der Freiburger Landtagsabgeordneten Nadyne Saint-Cast (Grüne) hervor.

Bis zu 300 Euro Förderung pro Quadratmeter

Die ausgewählten Bauprojekte können eine Förderung von bis zu 300 Euro je Quadratmeter förderfähiger Wohnfläche erhalten. Zusätzlich können bis zu 100.000 Euro für eine wissenschaftliche Begleitung übernommen werden.

Wie hoch die Förderung für die beiden Freiburger Projekte tatsächlich ausfällt, steht noch nicht fest. Das soll im nächsten Schritt zwischen dem zuständigen Landesministerium und den Projektträgern geklärt werden.

Holzbau mit ausschließlich preisgebundenen Wohnungen

Die Baugenossenschaft „WMR – Wir machen Raum“ plant in Kleineschholz ein mehrgeschossiges Gebäude in Holzbauweise.

Nach den vorliegenden Planungen sollen 80 Prozent der Wohnungen öffentlich gefördert werden. Die übrigen 20 Prozent sind ebenfalls mit einer Mietpreisbindung vorgesehen.

Im Erdgeschoss sind Gewerbeflächen geplant, die das neue Quartier beleben sollen.

LifeLab plant Haus aus Holz, Stroh und Lehm

Das zweite geförderte Projekt heißt „LifeLab“. Geplant ist ein fünfgeschossiges Gebäude aus Holz, Stroh und Lehm mit rund 20 Wohnungen.

Mindestens 65 Prozent davon sollen sozial gefördert werden.

Zusätzlich sind gemeinschaftlich genutzte Bereiche sowie Räume für Bildung, Begegnung und Austausch vorgesehen.

Erfahrungen sollen anderen Bauprojekten helfen

Insgesamt hatten sich landesweit 52 Projekte für das Förderprogramm beworben. Eine Fachjury wählte sechs konkrete Bauvorhaben und vier Machbarkeitsstudien aus.

Mit dem Programm will das Land Erfahrungen sammeln, wie sich einfacher, wirtschaftlicher und zugleich nachhaltig bauen lässt. Die Ergebnisse sollen in die Entwicklung eines neuen baden-württembergischen Baustandards einfließen.

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