Am Grenzübergang Weil am Rhein – Autobahn hat die Bundespolizei einen mutmaßlichen Schleuser festgenommen. Der 59-jährige spanische Staatsangehörige soll vier Menschen aus Afghanistan gegen Bezahlung von Spanien nach Deutschland gebracht haben. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern ermittelt.
Der Mann geriet am Dienstagnachmittag, 3. November 2026, mit seinem Fahrzeug in eine Kontrolle der Bundespolizei. Im Wagen saßen vier afghanische Staatsangehörige im Alter von 47, 38, 16 und 12 Jahren.
Mitfahrer sollen vierstelligen Betrag bezahlt haben
Bei der Kontrolle konnten die vier Mitfahrer nach Angaben der Bundespolizei lediglich afghanische Identitätskarten vorlegen.
Bei der Befragung gaben sie an, für die Fahrt von Spanien nach Deutschland einen vierstelligen Betrag bezahlt zu haben. Daraufhin nahmen die Beamten den Fahrer vorläufig fest.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete das zuständige Amtsgericht Untersuchungshaft gegen den 59-Jährigen an. Er wurde anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.
Fahrzeug und Mobiltelefon beschlagnahmt
Die Bundespolizei beschlagnahmte außerdem das Fahrzeug und das Mobiltelefon des Verdächtigen. Die Gegenstände sollen als Beweismittel beziehungsweise zur Sicherung einer möglichen späteren gerichtlichen Einziehung dienen.
Gegen die vier afghanischen Mitfahrer wird wegen Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz ermittelt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie in die Schweiz zurückgewiesen.
Die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Schleuser dauern an. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Bild: Marcel Hiller, BreisgauLIVE vor Ort (Archivbild)

