FREIBURG

IG Metall: Weitere Warnstreiks in Freiburg, Teningen und im Wiesental

In mehreren südbadischen Industriebetrieben wird am Dienstag, 3. November 2026, gestreikt. Die IG Metall hat Beschäftigte in Freiburg, Teningen, Todtnau sowie in Wembach und Atzenbach zu Warnstreiks aufgerufen. In Teningen ist außerdem ein Demonstrationszug mit rund 300 erwarteten Teilnehmern geplant.

Hintergrund ist der Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Geld und verbindliche Zusagen zur Sicherung von Arbeitsplätzen. Die bisherigen Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband Südwestmetall brachten keine nennenswerte Annäherung.

Demonstration mit 300 erwarteten Teilnehmern in Teningen

In Teningen beginnt die Warnstreikaktion um 13 Uhr vor den Werkstoren von Frako und Delta in der Tscheulinstraße. Auch Beschäftigte von Ferromatik in Malterdingen und TKE in Emmendingen beteiligen sich.

Anschließend ziehen die Demonstrierenden durch Teningen. Vor Amcor Flexibles in der Friedrich-Meyer-Straße findet von 13.30 bis 15 Uhr eine Kundgebung statt.

Die IG Metall erwartet insgesamt rund 300 Teilnehmer.

Warnstreik auch bei TDK-Micronas in Freiburg

In Freiburg legen Beschäftigte von TDK-Micronas in der Hans-Bunte-Straße die Arbeit nieder. Für die Nachtschicht ist am Dienstag von 22.15 bis 23.30 Uhr ein Warnstreik mit Kundgebung am Werkstor angekündigt.

Auch im Landkreis Lörrach sind Arbeitsniederlegungen geplant. Bei Hella Innenleuchtensysteme in Wembach und Atzenbach wird von 13 bis 14.30 Uhr gestreikt.

Bei der Zahoransky AG in Todtnau ist ein Warnstreik von 10 bis 11.30 Uhr vorgesehen.

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld

Die IG Metall verlangt für die rund 900.000 Beschäftigten der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie fünf Prozent höhere Entgelte bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Außerdem fordert die Gewerkschaft eine tarifliche Gewinnbeteiligung für wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmen und verbindliche Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung, etwa Investitionen und neue Produkte.

Das bisherige Arbeitgeberangebot sieht nach Angaben der IG Metall eine möglicherweise entfallende Einmalzahlung im Juli 2027 und eine Entgelterhöhung um 1,3 Prozent ab Juli 2028 vor. Die angebotene Laufzeit beträgt 26 Monate.

Die Gewerkschaft kritisiert insbesondere, dass die Beschäftigten damit 20 Monate auf eine reguläre Entgelterhöhung warten müssten.

„Das ist ein Minus-Angebot, das heißt noch mehr Kaufkraftverlust“, erklärt Norbert Göbelsmann, Geschäftsführer der IG Metall Freiburg.

Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, in den Tarifverhandlungen ein verbessertes Angebot vorzulegen.

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