Die beiden Fußgängerampeln an der Hauptstraße in Waldkirch-Kollnau sollen nach Empfehlung der Stadtverwaltung bestehen bleiben. Die Fraktion DOL/Die Grünen hat für den Gemeinderat am Mittwoch, 4. November, beantragt, die Ampeln beim Edeka-Markt und beim Rathaus durch barrierefreie Zebrastreifen zu ersetzen. Nach einer Prüfung sprechen sich jedoch sowohl die Straßenverkehrsbehörde als auch das Polizeipräsidium Freiburg dagegen aus.
Aus Sicht der Fachbehörden sind die bestehenden Ampeln an beiden Stellen die sicherere Lösung. Grund dafür sind insbesondere mehrere einmündende Straßen und die hohe Verkehrsbelastung.
Zebrastreifen beim Edeka nicht zulässig
Am Edeka-Markt treffen die Hauptstraße, die Hildastraße und die Kollnauer Straße aufeinander. Hinzu kommen Bushaltestellen.
Nach Angaben der Verwaltung wäre ein Zebrastreifen dort nicht genehmigungsfähig. Die geltenden Vorgaben verlangen, dass Autofahrer nicht an einem haltenden Bus vorbeifahren können. Entsprechende bauliche Hindernisse würden an dieser Stelle jedoch das Abbiegen aus den angrenzenden Straßen verhindern.
Auch die Polizei bewertet die bestehende Ampel deshalb als sicherer.
Auch am Rathaus sieht die Polizei Risiken
Am Rathaus wäre ein Zebrastreifen nach Einschätzung der Straßenverkehrsbehörde grundsätzlich möglich. Allerdings münden dort drei Straßen in unmittelbarer Nähe ein.
Die Polizei sieht deshalb auch an dieser Stelle Sicherheitsprobleme. Autofahrer müssten mehrere Verkehrsströme und querende Fußgänger gleichzeitig beachten.
Zudem fehlt bislang eine aktuelle Verkehrszählung, die für eine abschließende Bewertung nach den geltenden Richtlinien erforderlich wäre.
Umbau würde rund 70.000 Euro kosten
Die Stadtverwaltung schätzt die Kosten für den Umbau beim Edeka-Markt auf rund 25.000 Euro. Für den Standort am Rathaus werden etwa 35.000 Euro veranschlagt. Eine zusätzliche Verkehrszählung würde rund 10.000 Euro kosten.
Demgegenüber stehen die laufenden Strom- und Wartungskosten der bestehenden Ampeln. Diese betragen nach Angaben der Verwaltung jeweils rund 1.600 Euro im Jahr.
Entscheidung des Gemeinderats steht aus
Die Fraktion DOL/Die Grünen begründet ihren Antrag unter anderem damit, dass Zebrastreifen Fußgängern Vorrang geben und unnötige Wartezeiten vermeiden könnten. Außerdem sollen beide Querungsstellen barrierefrei gestaltet werden.
Die Stadtverwaltung kommt nach der fachlichen Prüfung jedoch zu einem anderen Ergebnis und empfiehlt, beide Ampelanlagen beizubehalten. Darüber soll morgen am Mittwoch abgestimmt werden.

