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Bürgermeister-Stichwahl in Ettenheim: Ruchti oder Eble – morgen fällt die Entscheidung

In Ettenheim wird am Sonntag, 25. Oktober 2026, entschieden, wer künftig an der Spitze der Stadtverwaltung steht. Bei der Bürgermeister-Stichwahl treten Alexander Ruchti und Dominik Eble gegeneinander an. Ruchti geht mit einem deutlichen Vorsprung aus dem ersten Wahlgang ins Rennen. Doch am Sonntag werden die Stimmen neu gezählt.

Die Wahlberechtigten entscheiden damit zwischen zwei Bewerbern mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen: dem langjährigen Ettenheimer Stadtkämmerer Alexander Ruchti und dem bei Mercedes-Benz beschäftigten Dominik Eble, der seine Erfahrung aus Wirtschaft und Verwaltung in das Bürgermeisteramt einbringen möchte.

So haben die Ettenheimer im ersten Wahlgang abgestimmt

Bei der Bürgermeisterwahl am 4. Oktober erreichte keiner der drei Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit.

Das offizielle Ergebnis:

  • Alexander Ruchti: 47,7 Prozent
  • Dominik Eble: 28,7 Prozent
  • Carina Kratt: 23,5 Prozent

Insgesamt wurden 6.485 Stimmen abgegeben. Die Wahlbeteiligung lag bei 59,1 Prozent.

Alexander Ruchti fehlten damit nur wenige Prozentpunkte zur absoluten Mehrheit. Dominik Eble erreichte den zweiten Platz und qualifizierte sich ebenfalls für die Stichwahl.

Carina Kratt ist nicht mehr im Rennen.

Ob Ruchti seinen Vorsprung behaupten kann oder Eble die Wahl noch dreht, entscheidet sich am Sonntag.

Alexander Ruchti: Der erfahrene Mann aus dem Rathaus

Alexander Ruchti ist 46 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er wurde in Lahr geboren, wuchs in Hofweier auf und lebt seit 2010 in Ettenheim.

Der Diplom-Verwaltungswirt arbeitet seit 2010 als Stadtkämmerer der Stadt Ettenheim. Zuvor war er von 2007 bis 2010 Stadtkämmerer in Stühlingen.

Ruchti kennt damit die kommunalen Finanzen und Verwaltungsabläufe aus langjähriger beruflicher Erfahrung. Nach eigenen Angaben hat er unter anderem die Gründung des Eigenbetriebs Stadtbau, die Zusammenarbeit mehrerer Kommunen und verschiedene Infrastrukturprojekte begleitet.

Seine Kandidatur begründet er mit dem Wunsch, die Entwicklung Ettenheims künftig als Bürgermeister mitzugestalten.

Worauf Alexander Ruchti setzt

Im Mittelpunkt seines Programms stehen eine verlässliche Infrastruktur, solide Stadtfinanzen und eine enge Zusammenarbeit mit den Bürgern.

Ruchti nennt unter anderem die Wasser- und Energieversorgung, Hochwasserschutz, gut ausgestattete Schulen und Kindergärten, medizinische Versorgung, bezahlbaren Wohnraum sowie sichere Geh- und Radwege als wichtige Aufgaben.

Auch die Entwicklung der Innenstadt, die Unterstützung örtlicher Unternehmen und Vereine sowie eine moderne Verwaltung gehören zu seinen Schwerpunkten.

Bei den Stadtfinanzen betont Ruchti seine bisherige Erfahrung als Kämmerer. Er will Investitionen langfristig planen, Fördermittel nutzen und die Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden ausbauen.

Sein Ansatz ist vor allem von Kontinuität und seiner Kenntnis der bestehenden Verwaltungsstrukturen geprägt.

Dominik Eble: Der Bewerber mit Wirtschaftserfahrung

Dominik Eble ist 43 Jahre alt, verheiratet und Vater von drei Kindern. Er wuchs in Elzach auf und lebt seit sechs Jahren mit seiner Familie in Ettenheim.

Seit 2003 arbeitet er bei Mercedes-Benz. Nach eigenen Angaben bringt er berufliche Erfahrung in Führung, Verhandlungen, Großprojekten, Kommunikation, Finanzen und Vertrieb mit. Auch mit Verwaltungsaufgaben sei er durch seine Tätigkeit vertraut.

Eble kandidiert parteilos für das Bürgermeisteramt.

Seine Bewerbung begründet er mit dem Wunsch, Ettenheim wirtschaftlich stabil zu halten, das gesellschaftliche Miteinander zu stärken und die Stadt mit neuen Ideen weiterzuentwickeln.

Worauf Dominik Eble setzt

Eble will unter anderem die Ettenheimer Innenstadt und die Ortskerne stärken. Ein wichtiges Anliegen ist ihm, leerstehende Gebäude und Geschäftsräume systematisch anzugehen und wieder stärker zu nutzen.

Weitere Schwerpunkte seines Wahlprogramms sind die Entlastung von Familien, die Unterstützung örtlicher Betriebe, der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und eine serviceorientierte Stadtverwaltung.

Bei der finanziellen Entwicklung der Stadt möchte Eble nach eigenen Angaben nicht nur bestehende Engpässe verwalten, sondern zusätzliche Möglichkeiten und Chancen nutzen.

Er verweist dabei auf seine berufliche Erfahrung außerhalb der Kommunalverwaltung und möchte diese Perspektive in die Arbeit des Rathauses einbringen.

Zwei unterschiedliche berufliche Hintergründe

Beide Bewerber betonen die Bedeutung einer lebenswerten Stadt, einer funktionierenden Infrastruktur und einer starken Gemeinschaft.

Der deutlichste Unterschied liegt in ihren beruflichen Erfahrungen.

Alexander Ruchti arbeitet seit vielen Jahren unmittelbar in der Ettenheimer Stadtverwaltung und kennt die kommunalen Finanzen aus seiner Tätigkeit als Stadtkämmerer.

Dominik Eble bringt dagegen langjährige Erfahrung aus einem großen Industrieunternehmen mit und stellt neue Perspektiven für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Verwaltungsführung in den Mittelpunkt seiner Bewerbung.

Welche Schwerpunkte die Wähler stärker überzeugen, wird sich bei der Stichwahl zeigen.

Das müssen Wähler am Sonntag wissen

Die Bürgermeister-Stichwahl findet am Sonntag, 25. Oktober 2026, statt.

Die Wahlbenachrichtigung vom ersten Wahlgang am 4. Oktober gilt weiterhin und sollte zur Stimmabgabe mitgebracht werden.

Wer die Wahlbenachrichtigung nicht mehr hat, kann nach Angaben der Stadt trotzdem wählen. Dafür genügt die Vorlage des Personalausweises.

Eine neue Wahlbenachrichtigung muss nicht beantragt werden.

Wahlberechtigte, die bei ihrem ersten Briefwahlantrag bereits Unterlagen für eine mögliche Stichwahl mitbestellt haben, erhalten diese automatisch per Post. Für andere Wahlberechtigte war eine gesonderte Beantragung vorgesehen.

Mit dem Ergebnis der Stichwahl steht fest, wer künftig das Bürgermeisteramt in Ettenheim übernimmt.

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