Künstliche Intelligenz wird für immer mehr Unternehmen zum Thema. Doch wie lassen sich große Sprachmodelle und KI-Agenten sinnvoll in bestehende Arbeitsabläufe einbauen? Mit dieser Frage beschäftigte sich eine Veranstaltung der Reihe „Unternehmen Zukunft“ an der Hochschule Offenburg.
Rund 40 Menschen nahmen vor Ort teil, weitere 30 waren online zugeschaltet. Forschende und Vertreter regionaler Unternehmen stellten konkrete Anwendungen und technische Lösungen vor.
KI-Nutzung in Unternehmen nimmt zu
Zum Auftakt erläuterte Professor Janis Keuper, Leiter des Institute for Machine Learning and Analytics der Hochschule Offenburg, die Entwicklung des KI-Einsatzes in kleinen und mittleren Unternehmen.
Nach seiner Einschätzung hat die Nutzung großer Sprachmodelle und sogenannter Agentensysteme vor allem in den vergangenen anderthalb Jahren deutlich zugenommen.
Zu den Herausforderungen gehören weiterhin hohe Kosten, technische und rechtliche Fragen sowie die Sicherheit der Systeme. Auch der tatsächliche wirtschaftliche Nutzen sei für Unternehmen nicht immer leicht einzuschätzen.
Von der Dokumentenverarbeitung bis zur Sprachsteuerung
Sechs Fachleute aus Forschung und Wirtschaft stellten Lösungsansätze vor. Grundlage waren unter anderem erste Ergebnisse des vom Bund geförderten Forschungsprojekts „LLM-Praxis“ an der Hochschule Offenburg.
Dabei ging es beispielsweise darum, wie Unternehmen eigene Dokumente für KI-Anwendungen aufbereiten und wie sich Chat-Agenten entwickeln lassen.
Weitere Themen waren die Verarbeitung unterschiedlicher Datenformate, der Umgang mit sehr großen Informationsmengen und die gezielte Steuerung von KI-Antworten.
Vertreter der Schrempp EDV GmbH zeigten außerdem, wie sich Geschäftsprozesse in Unternehmenssoftware mithilfe von Sprache und KI steuern lassen.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Frage, wie anfällig große Sprachmodelle für Manipulationen sind.
Forschung und regionale Wirtschaft vernetzen
Im Anschluss konnten sich die Teilnehmenden mit den Fachleuten austauschen und Kontakte knüpfen.
Die Veranstaltung steht im Zusammenhang mit dem Wissenstransfer zwischen Hochschule und regionaler Wirtschaft. Das Projekt „Zukunft.Raum.Schwarzwald“ soll insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu neuen Technologien erleichtern.
Bild: Hochschule Offenburg

